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HAIdaway Malediven 1.2.12 

Haischutz total auf 90.000km²: Der Inselstaat erklärt seine Gewässer zur Haischutzzone und erhält den Shark Guardian Award der internationalen Haischutz-Organisation Sharkproject e.V. 
 
Die Malediven haben ihre Gewässer zur Haischutzzone ausgerufen und ein Komplettverbot für Haifang sowie den Import und Export von Haifisch-Produkten erlassen: Das HAIdaway für Haie auf 90.000 km² garantiert Tauchern aus aller Welt eindrucksvolle Begegnungen mit an die 30 Haiarten wie Hammer-, Wal- und Tigerhaien. Die Schutzzone sorgt dafür, dass der einzigartige Artenreichtum der intakten Unterwasserwelt auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Die Malediven sind weltweit der zweite Staat, der eine Haischutzzone errichtet hat und beweisen damit ökologischen Weitblick und ihre Vorreiterrolle in puncto nachhaltigem Tourismus. 
 
Haischutz auf den Malediven: Durchführung und Entwicklung  
 
Die Regierung hat für maledivische Fischer, die bislang mit dem Haifang ihren Lebensunterhalt verdienten, ein Entschädigungsprogramm gestartet, das unter anderem den staatlichen Rückkauf von Haiprodukten vorsieht. Vor dem Komplettverbot für Haifang hat der Inselstaat bereits verschiedene andere Maßnahmen erlassen. So fasste die Regierung 1995 den Beschluss, die Walhaie zur geschützten Art zu erklären. 1998 trat ein Verbot für Haifang innerhalb eines Gebiets von 12 Seemeilen vor einzelnen Atollen in Kraft, gefolgt von der Erweiterung des 12 Seemeilen-Fangverbots auf sämtliche Atolle im Jahr 2009. Neben Haien stehen auf den Malediven auch andere gefährdete Meerestiere unter Schutz. Zu ihnen zählen Delfine, Wale, Meeresschildkröten, die schwarze Koralle und der Napoleonfisch. 
 
Ausgezeichnet: Malediven erhalten den Shark Guardian Award 2012 
 
Für die Errichtung der Haischutzzone und ihre Bemühungen rund um das Thema Haischutz wurden die Malediven mit dem diesjährigen SHARK GUARDIAN OF THE YEAR Award der internationalen Haischutzorganisation Sharkproject ausgezeichnet. Der weltweit einzige Hai-Award wird von der Organisation jedes Jahr auf der Messe boot an Personen, Organisationen oder Staaten verliehen, die sich aktiv und konsequent für den Schutz der Haie eingesetzt haben. 
 
Haischutz – dringend notwendig 
Weltweit werden pro Jahr schätzungsweise 150 Millionen Haie getötet. Daher sind etwa 200 der rund 500 Hai-Arten weltweit in ihrer Existenz gefährdet oder bereits vom Aussterben bedroht. Haie stehen an der Spitze der Nahrungskette, sind sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in den Meeren und somit für die Aufrechterhaltung des gesamten Ökosystems im Meer. Ihr Aussterben hätte auch für den Menschen unabsehbare Konsequenzen. 

 

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Mares: „Just add money“ 1.12.12

Spende statt Werbegeschenke! Mares Verkaufsleiter Michael Hiller (m.) überreicht einen „großen“ Scheck an die Vorsitzenden der Umweltschutzorganisation Yaqu Pacha e.V. Dr. Lorenzo von Fersen (l.) und Stefan Wiessmeyer (r.)

Spenden statt Kataloge verteilen! Unter diesem Motto bescherte Mares der Umweltorganisation Yaqu Pacha zum Schutz bedrohter Delfine am ersten Messesonntag einen „satten“ Scheck.

Viele Besucher am Mares-Stand in der Taucherhalle 3 blickten zuerst ungläubig in eine leere Papiertüte: Keine Flyer, kein Katalog, keine Werbegeschenke waren darin enthalten. Nur ein Holzbleistift sowie ein Anhänger, der für die Lösung des „Rätsels“ sorgte. Sämtliche Werbekosten der boot 2012 – allen voran die Kosten des neuen Hochglanzkataloges – wurden von Mares als Spende an die Umweltorganisation Yaqu Pacha e.V. gleich am ersten Wochenende durchgereicht. Und dafür hatten dann alle Besucher Verständnis…

Die Scheckübergabe „leitet eine Kehrtwendung ein, hin zu mehr Verantwortung für die Belange der Umwelt“, so der Verkaufsleiter von Mares Deutschland Michael Hiller. „Mit Hilfe der von Mares gespendeten Summe von 5.000.- Euro wird der Schutz des La Plata Delfins (der am meisten bedrohten Delfinart Südamerikas) gefördert“, versichert der Biologe und Erste Vorsitzende von Yaqu Pacha Dr. Lorenzo von Fersen. Laufende Populationsschätzungen, die Ermittlung von Beifangzahlen und die Durchführung von Schutzmaßnahmen im gesamten Verbreitungsgebiet dieser Art gehören zum Grundprogramm der Umweltschützer vor Ort, die unbedingt auf Spenden angewiesen sind.

Mehr Infos unter: http://www.yaqupacha.org/

 

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Im Sea Life sind die Würfel gefallen: Die Babysitter der Hai-Eier stehen fest 20.1.12

Zehn Wochen lang hatten Schüler in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich für das einzigartige Sea Life-Schulprojekt „Hai-Eier im Klassenzimmer“ zu bewerben. In dieser Woche war es endlich soweit: Der Hai-Nachwuchs hat sein neues Zuhause in den Schulklassen bezogen. Acht Klassen dürfen sich nun stolz „Hai-Babysitter“ nennen – eine pro Sea Life-Standort. Hiermit fiel außerdem der Startschuss für das Rennen um den Titel „Hai-Klasse 2012“.
Lange haben die Schülerinnen und Schüler diesem Termin entgegengefiebert: Seit dieser Woche sind sie im stolzen Besitz von Katzen- oder Bambushai-Eiern, die sie in den kommenden Wochen unter ihrer eigenen Verantwortung betreuen werden. Dabei konnten sie rund 250 Mitbewerber bezwingen. „Wir sind von den zahlreichen Bewerbungen überwältigt. Es ist beindruckend, was sich die kleinen Unterwasserfans alles haben einfallen lassen: Reimen, Basteln, Filmen oder Geschichten schreiben – jede Idee hat uns fasziniert. Doch letztlich mussten wir uns für acht Klassen entscheiden und freuen uns auf eine spannende Zeit mit den Schülern“, sagt Daniela Vonbrunn, Sprecherin Sea Life Deutschland.
Die Mädchen und Jungen übernehmen in der kommenden Zeit die Verantwortung für echte Hai-Eier. Bis zum Schlüpfen der Babys in etwa sechs Wochen muss das Aquarium täglich betreut werden – natürlich auch am Wochenende. Hierzu gehört die Überprüfung der Wasserwerte ebenso wie die Messung der Temperatur. Wie die Kleinen diese Aufgaben bewältigen, erklärten ihnen die Aquaristen der Sea Life Großaquarien. Sie versorgten die Klasse auch mit dem nötigen Equipment: Vom Aquarium bis hin zur Filteranlage sind sie nun perfekt ausgestattet. Außerdem überreichten sie ihnen ein neues Türschild: „Offizielle Hai-Aufzuchtstation“.
Zudem startet mit dem heutigen Datum der Wettbewerb um die „Hai-Klasse 2012“. Über einen Zeitraum von jeweils einer Wochen sollen die Hai-Ei-Klassen der acht deutschen Sea Life Großaquarien Aufgaben erfüllen. Beispielsweise sollen sie das Leben „Ihrer“ Hai-Babys aufzeigen, sobald diese groß sind.
Deutschlandweit hatten sich bei allen acht Sea Life Großaquarien insgesamt rund 250 Klassen beworben: Pro Standort hat sich eine Klasse durchgesetzt. Welcher der Finalisten sich am Ende gegen die sieben anderen Klassen durch sein Engagement in unterschiedlichen Aufgaben durchsetzt und sich Anfang März „Hai-Klasse 2012“ nennen darf, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Weitere Informationen zum Hai-Ei-Projekt von Sea Life erhalten Sie im Internet unter www.sealife.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/SEALIFEDeutschland

 

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Das eingewanderte Dichte Laichkraut - Ein sicheres Versteck für Einheimische 19.1.12

Foto: A. Mrkvicka Foto: A. Mrkvicka

Das Dichte Laichkraut wurde vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gemeinsam mit dem Tauchsportverband Österreichs (TSVÖ) und dem Schweizer Unterwassersportverband (SUSV) zur Wasserpflanze des Jahres 2012 gewählt. Damit soll auf die starke Gefährdung der Pflanze aufmerksam gemacht werden. In Deutschland gilt sie als eingebürgerter Neophyt und bietet Fischen ein gutes Versteck.

Wie in jedem Jahr haben der VDST, TSVÖ und der SUSV zur Eröffnung der weltweit größten Wassersportmesse "boot" in Düsseldorf die Wasserpflanze des Jahres 2012 bekanntgegeben. Damit und mit einer eigens für die Wasserpflanze des Jahres erstellten Postkarte möchten die Verbände Sporttauchern sowie Wassersportfreunden die Gelegenheit geben, sich intensiver mit dem "Grün" im Wasser und auf der Wasseroberfläche zu beschäftigen. Es ist ihnen ein wichtiges Anliegen, auf die Bedrohung vieler Wasserpflanzen hinzuweisen, deren leises Verschwinden oft nur von Sporttauchern frühzeitig bemerkt werden kann.

Schutz und Versteck zugleich
Das Dichte Laichkraut (Groenlandia densa; früher Potamogeton densum) oder Fischkraut ist eine ausdauernde Wasserpflanze. Sie bevorzugt kühle, langsam fließende, unverschmutzte und nährstoffarme Gewässer in Lagen von 150 bis 1.000 m. Vorkommnisse von Dichtem Laichkraut sind selten. Größere Bestände bildet es zumeist in geringeren Wassertiefen. Seinen Namen verdankt das Laichkraut der engstehenden, länglichen Beblätterung und den oftmals dichten, flächendeckenden Beständen. Dadurch bietet es sicheren Schutz für Jungfische und gute Verstecke für Räuber.

In der Welt zu Hause, in Deutschland bedroht
Das Verbreitungsgebiet des Dichten Laichkrautes reicht von Europa, über Kleinasien und Nordwestafrika. Es wird also entweder als einheimische Wasserpflanze oder als eingebürgerter Neophyt wie in Deutschland beschrieben. Die stärkste Bedrohung stellt die Wasserverschmutzung dar. Das Dichte Laichkraut ist stark gefährdet, unterliegt aber keinen weiteren Schutzbedingungen. In Deutschland gibt es nur noch in neun Bundesländern ein bis maximal drei Vorkommen. Ursache dafür ist die ausbleibende Neubildung von Altwassern.

Wasserpflanze mit Bodenhaftung
Das Dichte Laichkraut vermehrt sich hauptsächlich vegetativ. Oft kann man am Stängel weiße Nebenwurzeln erkennen. Es kommt zu Wind- und Wasserbestäubung. Die Früchte sind dünnwandig und haben einen hakenförmig gebogenen Schnabel. Als Hydrophyt ist sie eine Wasserpflanze, die im Boden verankert ist und die Photosynthese ganz unter Wasser betreibt. Daher bildet das Fischkraut auch keine Schwimmblätter aus. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch und blüht von Juni bis August. Der Stängel ist dicht mit eiförmig bis länglich-lanzettlichen Blättern besetzt. Die Blätter haben keine Blattscheide und umfassen paarweise den Stängel. Der Blütenstand ist ein- bis dreiblütig.

Wer mehr über das Dichte Laichkraut als offizielle Wasserpflanze des Jahres 2012 erfahren und die Postkarte erhalten möchte, ist vom 21. bis 29. Januar 2012 am Stand des VDST in Halle 3 B 53/54 auf der 43. "boot" in Düsseldorf herzlich willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wasserpflanze-des-jahres.org .

Zusatzinformationen zur „Wasserpflanze des Jahres 2012“
In den letzten Jahren hat immer der Förderkreis Sporttauchen e.V. die „Wasserpflanzen des Jahres“ ausgewählt. Seit 2011 haben das jetzt die nationalen Tauchsportverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als gemeinsame Aufgabe grenzüberschreitend übernommen. Der private Betreiber der Homepage www.foerderkreis-sporttauchen.de steht in keinem Zusammenhang mit dem früheren, ehrenamtlichen Förderkreis Sporttauchen e.V., hat aber eigenständig als inoffizielle "Wasserpflanze des Jahres 2012" den Gewöhnlichen Wasserhahnenfuß benannt. Daher besteht hier die Gefahr der Verwechslung.

 

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Das Neunauge - Höchstes Erdenalter schützt nicht vorm Aussterben 19.1.12

Das Neunauge wurde vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), dem Deutschen Angler Verband (DAV) und dem Bundesamt für Natur-schutz (BfN) zum Fisch des Jahres 2012 gewählt. Damit soll auf eine Verbesserung des Gewässerschut-zes aufmerksam gemacht werden, um den Fortbestand der Neunaugenarten zu sichern. Neunaugen weisen eine Hunderte Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte auf.

Wie in jedem Jahr haben der VDST, VDSF, DAV und das BfN den Fisch des Jahres 2012 gekürt und geben ihn zur Eröffnung der weltgrößten Wassersportmesse "boot" in Düsseldorf bekannt. Mit den eigens dafür erstellten Postkarten möchten alle drei Verbände und das BfN Sporttauchern sowie Wassersport-freunden die Gelegenheit geben, sich intensiver mit gefährdeten Arten im Wasser auseinanderzusetzen. Den Initiatoren ist es ein wichtiges Anliegen, auf die Gefährdung vieler Unterwasserlebewesen hinzu-weisen, deren schleichender Verlust oft nur von Sporttauchern frühzeitig festgestellt werden kann.

Ein Leben zwischen Erholung und Gefährdung
Neunaugen gehören mit einer Entwicklung von rund 400 bis 500 Millionen Jahren zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den "Fischen", son-dern zu den sogenannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugen-bestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Im 19. Jahr-hundert waren Neunaugen hierzulande noch weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind die Vorkommen stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandi-gen Sedimentbänke mehr auftreten oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gehen, verschwin-den auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren. Sollte der Ausbau von Wasserkraftwerken und Querbau-werken vorangetrieben werden, könnte sich der mancherorts inzwischen wieder gebesserte Erhaltungs-zustand der Neunaugen wieder verschlechtern.

Der Mythos der neun Augen
In Deutschland gibt es vier Neunaugenarten: Bach- und Flussneunauge, Ukrainisches Neunauge sowie das Meerneunauge. Statt des gewöhnlichen Fischmauls mit Ober- und Unterkiefer haben alle Arten einen kreisförmigen, innen bezahnten Saugmund an der unteren Seite des Kopfes. Der Körper ist aal-förmig und hat keine Schuppen. Die deutsche Bezeichnung Neunauge ist sehr alt und entstand durch ungenaue Beobachtung. Die eigentlichen Augen, die nur einfach vorhandene Nasenöffnung und die sieben, seitlich gelegenen Kiemenöffnungen erwecken bei flüchtigem Betrachten den Eindruck, das Tier hätte neun Augen auf jeder Körperseite.

Saugkraft ermöglicht Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung
Alle Neunaugen laichen im Süßwasser ab und kommen dort zur Welt. Während die Bachneunaugen das ganze Leben im Süßwasser verbringen, handelt es sich beim Fluss- und Meerneunauge um Wanderar-ten. Direkt nach der Umwandlung zum erwachsenen Tier wandern sie in die Brackwasserregionen oder ins Meer ab. Dort ernähren sie sich parasitisch, indem sie sich an Fischen festsaugen und mit ihrem Zun-genkopf die Haut aufraspeln. Dabei nehmen sie Blut und Gewebeteile auf. Teilweise bohren sie sich sogar bis in die Körperhöhle des Opfers vor. Im Gegensatz dazu nehmen Bachneunaugen im erwachse-nen Zustand keine Nahrung mehr zu sich und werden somit auch nicht als Fischschädlinge auffällig. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife erlischt bei allen Arten die Nahrungsaufnahme.

Zur Fortpflanzung steigen Fluss- und Meerneunaugen oft mehrere hundert Kilometer in die Flüsse zu ihren Laichgebieten auf. Im Frühling bilden sich Laichgesellschaften, die unter aktiven Paarungsspielen Laichgruben ausheben. Mit Hilfe des Saugmaules werden hierbei Steine aufgesammelt und entfernt. Nach dem Laichakt sterben die Neunaugen an Entkräftung. Die geschlüpften blinden Larven (auch Quer-der genannt) vergraben sich im Sand oder Schlamm. Der Kopf bleibt frei und filtert feine Nahrungsparti-kel wie Kleinlebewesen oder Pflanzenteilchen aus dem Wasser. Das Larvenstadium ist die längste Phase im Leben der Neunaugen. Es dauert mindestens fünf Jahre. Anschließend vollziehen die Tiere einen erstaunlichen Gestaltwandel vom Larven- zum Erwachsenenstadium.

Wer mehr über das Neunauge erfahren und die Postkarten erhalten möchte, ist vom 21. bis 29. Januar 2012 am Stand des VDST in Halle 3 B 53/54 auf der 43. "boot" in Düsseldorf herzlich willkommen.

www.vdst.de

 

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Totes Meer: Quellen des Lebens 28.09.2011

Wissenschaftler entdecken Mikroorganismen in Süßwasserquellen am Boden des Toten Meeres

Der tiefste Punkt auf der Erdoberfläche ist das Tote Meer in Israel. Jetzt hat ein israelisch-deutsches Wissenschaftlerteam am Boden des Toten Meeres neue Süßwasserquellen entdeckt. Zwar hatte man Quellen dort schon länger vermutet, aber nur mit Hilfe von Tauchern konnte jetzt nachgewiesen werden, dass diese sich bis zu 30 Meter Wassertiefe erstrecken. Bisher wurden diese Quellen kaum erforscht, weil die hohe Salzkonzentration im Wasser das Tauchen schwierig und gefährlich macht. Nun aber konnten die Forscher an den Quellen Wasser- und Sedimentproben nehmen, in denen sie neuartige Mikroorganismen entdeckten.
Bis in die 1950er Jahre versorgte der Jordan das Tote Meer mit Wasser. Als dieser Zufluss gestoppt wurde, um die Trinkwasserversorgung zu sichern, fing der Wasserstand des Toten Meeres an, mit einer besorgniserregenden Geschwindigkeit zu fallen, die jetzt bei einem Meter pro Jahr liegt. Als Folge davon veränderte sich der See dramatisch. Seit 1979 ist der See nicht mehr geschichtet, sondern seine oberen und unteren Wassermassen vermischen sich wegen der veränderte Dichte der oberen Schichten. Die genaue Wasserbilanz ist schwer zu schätzen, weil hier wahrscheinlich mehrere Quellen und Senken beitragen wie z.B. unterseeische Grundwasserquellen, die aus nicht bestimmbaren Quellen gespeist werden
Schon seit den 1930er Jahren war den Forschern der Hebrew University of Jerusalem bewusst, dass der Name „Totes Meer“ im Widerspruch zu den dort lebenden Mikroorganismen stand. Professor Aharon Oren aus dem israelisch-deutschen Wissenschaftlerteam untersucht seit den 1980er Jahren das Tote Meer und konnte nur zwei Mal, 1980 und 1992, eine mikrobielle Blüte beobachten. Jetzt sind die Mikroorganismen wieder im Fokus der Wissenschaft. Ein israelisch-deutsches Team geleitet von Dr. Danny Ionescu vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie hat zwei Stellen im Toten Meer genauer untersucht. Ausgerüstet mit modernster Tauchtechnik und Probenahmegeräten konnten sie mehrere neue Quellen kartieren und dort Wasserproben nehmen. Die Forscher waren sehr überrascht über die mikrobielle Vielfalt in den Quellen und in deren Umgebung. Dort überwucherten artenreiche Bakterienmatten große Bereiche des Seebodens.
Dr. Ionescu sagt:“ Diese neu entdeckten Mikroorganismen in den Quellen sind andere als die, die 1992 das Tote Meer rot färbten. Wir denken, diese Entdeckung wird weitere neue Fragen aufwerfen. Manche betreffen die Überlebensstrategien dieser Bakterien, im Toten Meer zu überleben und woher sie ihre Energie beziehen.“
„Die Mikroorganismen im Toten Meer gehören zur Domäne der Archaeen und wir fanden zwischen 1000 und 10000 Zellen pro Milliliter Seewasser, das sind viel weniger als in den Meeren. Bisher waren im Toten Meer mikrobielle Matten nicht bekannt und man wusste sehr wenig über Mikroorganismen im Sediment“, erläutert Ionescu.
Das Team wird im Oktober 2011 eine weitere Tauchexpedition starten. „Wir konnten mit molekularbiologischen Methoden zeigen, dass in den Biofilmen Phototrophe und Schwefeloxidierer und viele andere Arten leben und während unserer nächsten Expedition werden wir uns neben vielen anderen Fragen besonders um deren biologische Aktivität kümmern.“
Hydrogeologie
Im Rahmen des von Deutschland finanzierten SUMAR-Projekts konnten Yaniv Munwes und Professor Jonathan Laronne von der Ben Gurion University of the Negev Geräte entwickeln, mit denen sie die Süßwasser-Flüssigkeitsaustritte untersuchten. Sie erwarten, damit die Wassermengen aus den neu entdeckten Quellen besser abschätzen zu können. Dr. Christian Siebert, Dr. Stefan Geyer und der Doktorand Ulf Mallast vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Halle untersuchten die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Quellen an Land und unter Wasser. Die unterschiedliche Wasserzusammensetzung gab es einen Hinweis darauf, dass noch andere Prozesse als die Vermischung von Wasser aus dem Toten Meer und den Quellen mitspielen.

 

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Walfleisch - Einmal ist keinmal? 20.05.2011

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Seit Organisationen wie OceanCare nachweisen, wie stark Walfleisch mit Giftstoffen belastet ist, ist die Nachfrage nach dieser „Delikatesse“ in den Walfangländern eingebrochen. Den Konsumenten ist der Appetit vergangen. In Island sollen es nun die Touristen richten. Sie werden dazu animiert, Walfleisch zu probieren.
Mehr als hunderttausend Personen nehmen in Island jedes Jahr an Walbeobachtungstouren teil und generieren dem wirtschaftlich angeschlagenen Staat Einnahmen in Millionenhöhe. Trotz der finanziellen Relevanz der Walbeobachtung hält die isländische Regierung auch am Walfang fest. Wieso aber werden die Wale gejagt, wenn sich ihr unverkäufliches Fleisch in Lagerhäusern stapelt? Diese Frage brachte die Walfänger bislang in Erklärungsnotstand – und das wollen sie ändern. Touristen werden dazu animiert, das Walfleisch „nur einmal zu probieren“. Einmal ist keinmal, wird sich denn auch so mancher sagen, der der kulinarischen Versuchung erliegt. Doch das ist ein Trugschluss. 40% des angelandeten Walfleischs werden inzwischen von Touristen verzehrt. Mehr als 100 Restaurants und Lebensmittelgeschäfte bieten in Island das verseuchte Fleisch in gebratener, marinierter oder geräucherter Form wieder an. 
„Jeder, der Walfleisch auch nur einmal isst“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, “sitzt einer tückischen Strategie auf: Nur wenn das Fleisch verkauft werden kann, lässt sich die Jagd auf Wale auf Dauer rechtfertigen. Der Konsum von Walfleisch, egal in welcher Menge, fördert den Walfang also gezielt.“ 
OceanCare appelliert an alle Island-Reisenden, auf Walfleisch zu verzichten und so konkret zum Schutz der Wale beizutragen. 

 

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