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Unterwassergehäuse UK-D- 7 D für MINOLTA 7 D
Länge (ohne Griff): 190 mm, Höhe: 165 mm, Tiefe:
120 mm. Gewicht: ca. 2000 Gramm ohne Port Zulässige Tauchtiefe: 80 m
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Preise Kameragehäuse UK-D- 7 D für Dynax 7D: € 2195,- (inklusive Planport für
17-35 mm Zoom + Zoomring) Makroport 50 mm: € 115,- Masterdome: € 750,- Zwischenring für 100 mm Makro: € 165,-
Leckwarner: € 83,-
www.uk-germany.com
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Bei UK-Germany leben die Leute nach dem Motto: Das Leben ist am schönsten, wenn es einen nicht zur Ruhe kommen lässt. Die UW-Gehäuse des
in Beselich ansässigen Herstellers spiegeln zu einem Großteil diese Hausphilosophie wieder. Bei UK finden sich nämlich ausnahmslos alle ein, die es individuell und ein
wenig exotisch haben wollen. Das gilt sowohl für Außenseiter als auch gängige digitale Spiegelreflexkameras.
UK setzt konsequent auf Metall. Die
UW-Gehäuse werden aus einem Block CNC-gefräst und lassen an Präzision und Verarbeitung nichts zu wünschen übrig. Das Design entspricht in groben Zügen einem
futuristisch gestalteten Vogelhäuschen, ist aber in der Praxis elementar handlich und stimmig. Ob man das UW-Gehäuse für die Konica-Minolta 7D als
Einsteigerschutzhülle bezeichnen kann, ist strittig. Immerhin kostet die Kamera selbst nicht wenig und das UK-Gehäuse gibt es auch nicht geschenkt, aber man kann mit
den Mitbewerbern in Punkto Preisgestaltung locker mithalten. Für nicht wenige UW-Fotografen hat Metall etwas Vertrauenswürdiges an sich. Da kann man bohren, sägen,
feilen und fräßen - die Bearbeitungsmöglichkeiten sind hinreichend bekannt, auch die Lebensdauer und Robustheit. Was irgendwie beruhigend ist, wenngleich das nicht vor
Wassereinbruch schützt, wenn man leichtsinnig und nachlässig wird. Eines kann man vorab sagen: das UK-Gehäuse war allzeit dicht wie ein U-Boot, obwohl wir es weder
pfleglich behandelten noch den O-Ring bei jedem Speicherkartenwechsel reinigten. Dieser O-Ring hat jetzt im Gegensatz zum im letzten Jahr getesteten Pentax
IST*DS-Gehäuse eine akzeptable Stärke und muss nicht nach jedem Tauchgang entnommen werden, auch wenn das Wasser nicht besonders klar und trübstoffarm gewesen ist. Die
Verarbeitung machte insgesamt einen hervorragenden Eindruck, die Übertragungen drehten sich wie heiße Messer in lauwarmer Butter. UK-Gehäuse sind innen samtweich mit
schwarzem Kunststoff ausgeflockt, der einen gewissen Saugeffekt bewirkt, wenn Wasser hineinlaufen sollte. Einige Kaffeelöffel kann der Teppichboden mit Sicherheit
schlucken, was in der Psyche des Anwenders eine beruhigende Atmosphäre verbreitet. Leider hatte UK im Testgehäuse keinen Leckwarner eingebaut. Der geht wohl als Extra
über die Bühne. Egal, er sollte mitgekauft werden. Besser aber UK würde ihn serienmäßig liefern. Die Konica-Minolta ist schließlich kein Knipsgerät für
Spätpubertierende, sondern eine semiprofessionelle D-SLR, die bei einem Wasserschaden so manchen Unglücksraben in die Diaspora treiben kann. Vor dem Einbau wird
die Dynax 7D auf eine kleine Halteplatte geschraubt und mit dieser über zwei Führungsschienen in das Gehäusemittelteil geschoben. Eine gute Idee, die zeigt, dass man
bei UK in wesentlichen Dingen dazugelernt hat. In diesem Fall sitzt die 7D millimetergenau wie in einem Korsett. Man hat den Eindruck, das UW-Gehäuse nimmt die Kamera
in den Schwitzkasten. Der winzige Todtraum lässt nicht mal der Luft genügend Platz zum Atmen. Vorteil dieser Zwangsjacke: Man muss sich um die Übertragungen wenig
Sorgen machen. Bis auf eine Ausnahme. Bei starken Temperaturwechseln könnten die O-Ring - Friktionen an den elektronischen Stellrädern der Dynax 7D durchrutschen. Das
kann unangenehm werden, wenn man schnell die Blende verstellen will. Ein geriffelter Eingriff in Form eines Gummi- oder Kunststoffrades wäre zweifelsohne günstiger.
Uneingeschränktes Lob gebührt dem Hersteller hingegen für die Ein/Ausschaltung. Dieser Eingriff ist tadellos gelöst und hat in jeder Tiefe fehlerfrei funktioniert. Der
entscheidende Vorteil der herausnehmbaren Halteplattenkonstruktion ist der schnelle Wechsel von Speicherkarte und Akku. Das geht ruck zuck und die Kamera sitzt mit
wenigen Handgriffen wieder präzise am selben Platz. Mit zwanzig Übertragungen ist das UK-Gehäuse fast so üppig bestückt wie eine Jumbokanzel. Die Druckknöpfe
besitzen kurze Federwege und lassen sich im Großen und Ganzen auch mit Handschuhen flott bedienen. Im Testgehäuse kam noch der alte UK-Sucher mit seinem kleinen
Einblick zum Einsatz. Obwohl, man kann mit diesen Widerwärtigkeiten leben...sogar als Mensch mit Brille. Es ist zu vermuten, dass dieser Sucher als Basisprodukt
bleiben wird. Denn nicht jeder wird sich den neuen 45°-Schrägsucher von UK-Germany (unter € 1000,- ) leisten wollen und können. Er wird aber nachrüstbar sein und
somit bleibt er als Accessoire ein interessantes Bauelement, mit man sich an Festtagen auch selbst beschenken kann. Ohne Frage werden die UK-Gehäuse damit
professionell aufgewertet werden. Prinzipiell besitzen UK-Gehäuse dieses Typs nur einen Handgriff -und der sitzt logischerweise rechts. In dieser Hinsicht
gibt der Hersteller so wenig nach wie der Papst in Glaubensfragen. Das ist so und bleibt so. Wer links Halt sucht, muss rechts zuerst Halt haben oder eben links einen
Blitzarm montieren. Meistens hat man den aber sowieso adaptiert, weil unter Wasser 98% aller Bilder geblitzt werden. An das Eingriffgehäuse gewöhnt man sich recht
schnell, weil es gut tariert im Wasser liegt und sich bei Bedarf, dank der günstig platzierten Auslösetaste, sogar einhändig bedienen lässt. Wer mit zwei Blitzgeräten
arbeiten will kann etwas in die Bredouille komme, weil UK das zweite T-Stück (ein Kilgus-Produkt) nicht rechts, sondern für gewöhnlich auf dem Gehäusedach anbringt.
Das führt dann mitunter zu einer gewissen Instabilität beim Ausrichten der Blitzgeräte, insbesondere, wenn diese groß und schwer sind. Idealer wäre es, wenn der
Zweitblitz am bzw. auf dem Handgriff adaptiert werden könnte. Der Rückdeckel, den man wegen seiner Bautiefe aber eher als SLR-Garage bezeichnen sollte, rutscht
wegen der erhabenen Kante am Mittelteil wie von allein auf den O-Ring. Diese wasserabweisende Kante verhindert in gewissem Maße das Hineinperlen von Tropfen, wenn der
Rückdeckel abgehoben wird. Die Verschlüsse besitzen eine moderate Spannkraft, mehr ist nicht erforderlich. Dass der rechte Schnappverschluss in geöffnetem Zustand am
Handgriff anliegt, stört nicht. Wer unkonzentriert öffnet, kann sich aber den Zeigefinger einklemmen. Das ist aber auszuhalten und nicht zu vergleichen mit Wasser im
Gehäuse. Gegen das Rutschen auf schwankenden Schiffen ist der Gehäuseboden mit Gummistoppern versehen. Das Gehäusebajonett besitzt vier Auflagen und ist präzise
gefertigt. Der Portwechsel geht leicht und man benötigt nur einen mittleren Kraftaufwand. Neben den üblichen Planports mit Mineralgläsern, die UK alle im Regal
stehen hat, offeriert der Hersteller auch diverse Domeports für unterschiedliche Bildwinkel. Sein Meisterdome kann mit allen Objektiven vom 20er bis zum 16 mm Fisheye
in guter Abbildungsleistung verwendet werden. Noch schöner wäre es, wenn der Hersteller endlich mal vernünftige Sonnenblenden bzw. Stoßschutzrahmen anbringen würde.
Mit riesigen, ungeschützten Domegläsern durchs Riff gleiten, hat viel Ähnlichkeit mit Autoscooter auf der Kirmes und dabei nach Möglichkeit Kollisionen zu vermeiden.
Beim Blitzen vertritt UK-Germany eine eigene Philosophie. Das 7D-Gehäuse wurde mit nur einer 5-poligen Blitzbuchse aufgeliefert, über die angeblich sowohl
TTL-blitzen als auch manuelles Blitzbelichten möglich war. Wir konnten mangels eines ADI-Systemblitzgerätes die TTL-Variante nicht überprüfen. Manuell hat der
adaptierte Subtronic-Alpha immer gezündet. Die Kamera konnte sowohl im Modus A (Zeitautoamtik) als auch auf M (manuell) betrieben werden. Bis zum Blitzschuh war das
original Minolta - Synchronkabel installiert.
Fazit
Bei UK schlägt als einzigem deutschen Hersteller von Metallgehäusen das Herz auch für
Kameraexoten. Nicht alle, aber viele können bedient werden. Das Finish liegt durchaus im Highend – Bereich, abgerundet durch gute Domeports – die
allerdings nach einen wirksamen Stoßschutz verlangen. Mit dem auf der „boot“ 2006 gezeigten Winkelsucher schließt UK endgültig an die Upperclass an. Beim
Arbeiten mit zwei Blitzgeräten ist die T-Nut für die zusätzliche Lichtquelle auf dem Gehäuse nicht ideal.
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