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Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs hat die Unterwasserarchäologie im gesamten Nord- und Ostseeraum sensationelle Funde ans Licht
gebracht. Viele Zeugnisse der Vergangenheit konnten schon unter dem Meeresspiegel entdeckt werden und es gibt noch sehr viel mehr davon zu entdecken.
Aufmerksame Taucher haben bereits zahllose Altertümer aufgespürt, die dann der Archäologie zugänglich gemacht werden konnten und tauchende Archäologen gibt es seit der
Erfindung des Tauchens. Sie bemühen sich um die Zusammenführung aller Ergebnisse aus Entdeckung und Ausgrabung zu einer wissenschaftlich fundierten Kulturgeschichte.
Führende Forscher präsentieren hier in eindrucksvoller Weise die Ergebnisse und Methoden der Unterwasserarchäologie: das Spektrum reicht von Indizien für
Kannibalismus in der Steinzeit und untergegangenen Siedlungen, über Schiffe aus der Bronzezeit, die auf bereits regelmäßige Kontakte über die Nordsee hindeuten,
bis hin zu Wracks von Wikingerschiffen und mittelalterlicher Koggen, die den Handel übers Meer belegen.
Die Herausgeber Friedrich Lüth, Thijs J.
Maarleveld und Flemming Rieck werden von sieben weiteren Autoren unterstützt, die in den einzelnen Kapiteln zu Wort kommen. Das Eingangskapitel "Tauchen früher
und heute" ist ein interessanter historischer Abriss zur Tauchtechnik. Mit vielen Illustrationen, Fotos in Schwarzweiss und Farbe, Zeichnungen und Karten wird der
Inhalt des Bands lebendig.
Im Anhang findet der Leser ein hilfreiches Glossar, eine ausführliche Literaturliste sowie auch Adressen von Tauchclubs, die sich
der Unterwasserarchäologie verschrieben haben, wie etwa die Tauchbasis Arkona vom Landesverband für Unterwasserarchäologie in Mecklenburg-Vorpommern. Noch zu erwähnen
wäre, dass sich die Autoren in einer Resolution dazu bekannt haben, das Bewußtsein für die Bedeutung des unter Wasser liegenden Kulturerbes für die Geschichte der
gesamten Menschheit zu vergrößern und zum Schutz des Kulturgutes unter Wasser ein international gültiges Regelwerk zu schaffen.
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