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Tauchplätze in Deutschland:
Staberhuk auf Fehmarn, Ostsee

by Roland Glorius 4.03

c: Roland Glorius

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C: Roland Glorius

C: Roland Glorius

C: Roland Glorius

Ja, viele Jahre habe ich schon nicht mehr in Deutschland getaucht. Von Urlaubern in Spanien habe ich die wildesten Geschichten gehört: Tauchen in Deutschland? Da ist es kalt und dunkel und es gibt nichts zu sehen.
Entsprechend waren meine Erwartungen als ich mich mit meinen neuen Kameraden vom „Tauchclub Stelle“ auf den Weg zur Ostsee machte.

Als Meeresbiologe war ich besonders auf die Meereswelt gespannt.
Los ging es bei trübem Wetter. Im Dunst überquerten wir die Fehmarnsundbrücke.
Langsam rumpelten unsere Pkws über das Pflaster in Burg auf Fehmarn. Endlich tauchte der Leuchtturm der Militäranlage in Staberhuk auf. Direkt neben dem Gelände ist ein Parkplatz von wo die Taucher ihr Gerödel nicht weit zum Strand schleppen müssen.
Lustlos zogen wir unsere Trockis an. Aber kaum betraten wir das Wasser riss die Wolkendecke auf und die Frühjahrssonne spiegelte sich im plötzlich blauen Wasser.
Einladend lugten Steine aus der klaren See.
Kaum war ich mit dem Kopf unter der Wasseroberfläche, war ich völlig überrascht.
Die trübe Ostsee bot größere Sichtweiten, als ich das vom Mittelmeer im Durchschnitt gewohnt war.  
Ich konnte noch mit Muscheln besetzte Felsen in über 20 m Entfernung erkennen.
Vor Staberhuk ist die Ostsee, wie überall auf Fehmarn, flach. Man muss schon einige Meter vom Strand entfernt sein um über 5 m Tiefe zu kommen.
Überall liegen auf dem Grund Steine, die einen Durchmesser zwischen 30 cm und 1 m haben. Meistens sind sie mit der Grünalge „Eudesme virescens“ bewachsen.
„Miesmuscheln“ bilden auf den Steinen große Kolonien. Ab und zu klebt ein „Gemeiner Seestern“ an einem Stein.
Am Fuße eines Steines habe ich einen „Butterfisch“ entdeckt. Mehrmals entdecke ich ein Büschel „Wurmblatt“, eine Rotalge
Auf den Sandflächen wächst stellenweise Seegras der Art „Zostera marina“. Es ist zierlicher als die Art „Posidonia oceanica“ im Mittelmeer.
Mitten auf einer Sandfläche entdecke ich einen „Seeskorpion“. Er ist braun gefärbt und ähnelt dem Drachenkopf im Mittelmeer.
Halb eingegraben liegt eine „Scholle“ im Sand. In der Ferne sehen wir noch zwei Schollen durch das Wasser schwimmen. Sie sind zu weit weg von uns.
Vermisst habe ich Fischschwärme wie etwa die Goldstriemen im Mittelmeer. Aber das Taucherherz kann nicht alles haben. Jedenfalls werde ich wiederkommen und ich freue mich schon auf weitere Tauchgänge in nordischen Gewässern.

 

Interessante Links:


www.leuchtturm-Atlas.de
www.fehmarn-info.de/domain.forward.htm

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