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Muss es immer das neueste Kameramodell sein? Oder ist es nicht opportun und vernünftig, eine SLR einzubauen, die schon Jahre alt
ist, aber ebenso zuverlässig und gut ihre Dienste verrichtet wie das aktuelle Top-Modell? Herbert Frei beschreibt anhand von älteren Minolta – Dynax - Modellen,
dass man damit immer noch zeitgemäß unter Wasser fotografieren kann.
Schön, wenn man sich immer das neueste Kameramodell kaufen kann, aber ob man damit als
UW - Fotograf dabei auch das große Los zieht, steht auf einem anderen Blatt. Insbesondere Minolta - Fotografen mit Profiambitionen stehen dann gelegentlich auf dem
Schlauch, weil es dafür kein Spezialgehäuse gibt. Minolta genießt zwar bei ambitionierten UW - Fotografen einen zuverlässigen und robusten Ruf, kann diesen aber
eigenartigerweise trotz High - Tech und innovativen Weitsprüngen nicht unter das tauchende Volk bringen. Dennoch gibt es viele ausgewiesene Minolta - Fans, die ihre
ältere Dynax gern mit unter Wasser nehmen würden, wenn es dafür ein vernünftiges und bezahlbares UW - Gehäuse geben würde.
Was braucht der UW - Fotograf?
Mit Sicherheit nicht die zweiundzwanzigste Belichtungsfunktion und auch nicht das neunzehnte Motivprogramm. Je schlichter und übersichtlicher eine SLR - Kamera
aufgebaut ist, desto besser kommt der Gelegenheitsfotograf damit klar. Für UW - Gehäuse gilt im wesentlichen dasselbe.Neben Auslöser, Blende und Zeit benötigt man
unter Wasser im Prinzip nur noch die Belichtungskorrektur. Modus und manuelle Einstellung werden zwar durchweg an den UW - Gehäusen angeboten, aber kaum jemand nützt
diese Einstellungen, sie schaden aber auch nicht. Chipkartenübertragung, Motivprogramme, Individualfunktionen und diverse Blitzbelichtungsprogramme sind nur etwas für
sehr versierte UW - Fotografen. Moderne und neue Kameramodelle sind normalerweise alle etwas überladen, nicht mehr produzierte Kameras wirken häufig übersichtlicher
und nicht so überbordet. Vieles, was heute an Raffinessen angeboten wird, man aber doch nicht braucht, gab es eben damals noch nicht. So sind ältere Minolta -
Spiegelreflexkameras, auch wenn sie mehr als 10 Jahre auf dem Buckel haben, für Amateurfotografen, Urlaubstaucher, Hobbyknipser und selbst für engagierte Lichtbildner
immer noch einen Blick wert. Sei es als Zweitgerät oder Einsteigerkamera. Und man muss ehrlich sein, das Meiste, was einem die Industrie schmackhaft machen will,
benötigt zumindest unter Wasser kein Mensch. Macht man mit neuen Kameras bessere Bilder? Man sollte es glauben, aber es stimmt nicht. Jeder Bild wird mit einer
Kombination aus Verschlusszeit und Blende gestaltet, mit oder ohne Blitz. Wenn diese Paarung ideal zusammen passt, dann ist das Bild richtig belichtet. Und das können
ältere Kameras so gut wie neue. Also keine Angst und keine Sorge. Ein nicht mehr gebautes Minolta – Dynax - Modell kann Ihnen noch viele Jahre in einem UW -
Gehäuse Freude und Spaß bereiten.
Minolta - Dynax - Kameras der letzten Jahre
Minolta ist der Initiator des gehäuseintegrierten,
passiven Autofokus in Spiegelreflexkameras. Die erste damit ausgestattete SLR war die Minolta 7000. Im Jahr 1985 kam sie auf den Markt und wurde auf Anhieb Kamera des
Jahres. Heute ein Dinosaurier, bestenfalls noch ein Sammlerobjekt. Auch die parallel dazu angebotene Dynax 9000, die erste Profi - AF auf dem Markt, kann einen
engagierten UW - Fotografen kaum mehr begeistern. Hier hat Minolta leider eine historische Chance vertan. Hätte man dieses Modell gehegt, gepflegt und professionell
ausgebaut, wäre Minolta heute bei den professionellen AF - Spiegelreflexkameras nicht nur technologisch sondern auch quantitativ in führender Position.1988 kam die
Dynax 7000i auf den Markt. Entworfen wurde sie vom BMW-Designer Muth. Erstmals wurden in einer Kamera Chipkarten für spezielle fotografische Aufgaben verwendet. Die
7000i war klein und leicht, optisch eine Augenweide. Und sie war ein Technologieträger hinsichtlich der automatischen Scharfeinstellung. Drei AF - Sensoren , einer
horizontal und zwei vertikal, sorgten für eine bis dahin ungeahnte Treffsicherheit, Prädiktionsautofokus inbegriffen. Eine Technik, die immer noch „up to date“
ist. Wer die 7000i besitzt, kann sie ohne sich etwas zu vergeben in ein noch erhältliches UW - Gehäuse von SEACAM einbauen. Noch empfehlenswerter ist die ein Jahr
später erschienene Dynax 8000i. Der AF wurde etwas schneller, die Synchronzeit kürzer. Ansonsten ist die 8000i äußerlich weitgehend mit der 7000i identisch. Auch für
diese ältere Dynax hat SEACAM noch UW - GehŠuse auf Lager. Obwohl beide Kameras bereits in den 80er Jahren gebaut wurden, gehören sie noch lange nicht zum alten Eisen.
Der AF ist gemessen an heutigen Maßstäben immer noch so gut und schnell, dass man als Amateurfotograf voll auf seine Kosten kommt und kaum ein anvisiertes Motiv
verpasst.1991 erschien die Dynax 7xi, ein Meilensten im Kamerabau. Das „x“ steht für die implantierte Fuzzy - Logic, die Gelegenheitsfotografen zu besseren
Bildern verhelfen soll. Was sie denn auch tut. An Land mag angenehm sein, dass die 7xi mit einem Eye – Start - System ausgestattet ist. Nimmt man sie in die Hand
und schaut durch den Sucher, stellt sie automatisch scharf. Mit variabler Logik, basierend auf 14 Feld - Belichtungs- und 4 Feld - Entfernungsmessungen, läutet sie
eine neue Generation von Spiegelreflexkameras ein. Für ihre zukunftsweisende Technologie wird die 7xi zur Kamera des Jahres gewählt.Mit einem Paukenschlag setzte sich
dann 1992 die Dynax 9xi in Szene. Eine Profi - Minolta, die bis dato nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Ihre schnellste Verschlusszeit von 1/12000 sec. und
die Synchronzeit von 1/300 sec. sind nach wie vor Referenzwerte, an denen sich andere Kameras bis heute die Zähne ausbeißen. Unter Wasser wird die 9xi immer noch von
vielen professionell arbeitenden Fotografen (z. B. Claus Kimmig, Manuela Kirschner, Dr. Matthias Bergbauer) anderen Modellen vorgezogen. Auch der Autor bezeichnet sie
als eine seiner Lieblingskameras, die regelmäßig auf Weltreise geht und im Süßwasser für Fischaufnahmen herhalten muss. Sie ist übersichtlich, leicht, schnell und
robust. Und sie besitzt hinten einen Knopf für Mischlichtfotografie. Plus/Minus - Korrektur, Blende und Modus lassen sich easy ein- und verstellen. 4,5 Bilder pro
Sekunde sind zwar unter Wasser nicht wichtig, demonstrieren aber das hohe technische Know-How der Kamera, die zu Zeiten ihres Erscheinens Markt und Gemüter
durcheinander wirbelte und kräftig im Konkurrenzlager wilderte. SEACAM kann für die Minolta-Modelle 7xi und 9xi noch spezielle UW - Gehäuse mit allen erdenklichen
Frontports liefern.1994 wird die Dynax 700si vorgestellt, ein Techno-Wunder, das neben der Kamera des Jahres noch weitere drei bedeutende Preise einheimst. Mit ihrem
pfeilschnellen Autofokus (vier AF - Messfelder) und der für UW - Fotografen so wichtigen Blitzbelichtungskorrektur samt Mischlichttaste erweist sie sich als eine der
besten Kameras, die je in ein UW - Gehäuse eingebaut wurden. Eine Kamera für Urlaubsfotografen und Profis gleichermaßen. Höchst empfehlenswert, auch wenn sie seit
Jahren nicht mehr gebaut wird. Für die Dynax 700si hat Fa. SEACAM sogar ein Silbergussgehäuse entworfen, das zu den besten am Markt gehört und immer noch erhältlich
ist.
Gebrauchtmodelle
Wer sich für eine Minolta - SLR interessiert und eventuell auch mit einer Gebrauchten zufrieden sein kann, sollte sich am
Second – Hand - Markt nach den Modellen 9xi und 700si umsehen. Sie sind nach wie vor sehr empfehlenswert und können, was die UW - Fotografie anbelangt, immer
noch locker in den meisten Disziplinen mithalten. Vielleicht findet sich in Ihrem Haushalt oder in der Verwandtschaft eine der vorstehend beschriebenen Minolta -
Kameras, dann sollten Sie nicht länger zögern, denn das könnte der Schritt zu einem neuen, faszinierenden Hobby werden. Wie gesagt, es muss nicht immer eine neues
Minolta – Dynax - Modell sein, für das man mühselig erst ein UW - Gehäuse auftreiben muss. Fa. SEACAM hat für diese Dynax - Kameras das Optimale auf Lager. Sie
müssen nur wollen.
Über SEACAM - Gehäuse
Schon in den Anfängen ging dem Voitsberger Gehäusehersteller die Qualität über alles. Die für Minolta
– Dynax - Kameras vorhandenen UW - Gehäuse sind speziell auf das jeweilige Kameramodell abgestimmt. Damit stimmt und passt jede Übertragung, die Kamera sitzt
bombenfest auf der Halteschiene, der Sucher kann heute noch überzeugen. Innen sind alle SEACAM - Gehäuse mit Kunststoff ausgeflockt und bestens verarbeitet. Kein UW -
Gehäuse verlässt das Werk ohne sorgfältigen Check auf Funktionalität. Zukunftsträchtig sind immer noch die Plan- und Domeports. Es gibt sie mit und ohne Vergütung, die
Domegläser stellen den neuesten Stand der Entwicklung dar, gleich ob es sich um Weitwinkel- oder Fisheye - Fotografie handelt. Vom 200 mm Makroobjektiv bis zum 8 mm
Circular - Fisheye baut SEACAM alle Brennweiten mit Erfolg und viel Know-How ein. UW - Fotografen mit Wettbewerbs- und Profiambitionen können deshalb auch mit einer
Dynax 9xi oder 700si produzieren, müssen deshalb nicht auf ein teures Canon - oder Nikon-Profiprodukt um, ein-oder aufsteigen
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