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Unverdientermaßen steht der japanische Hersteller Sanyo etwas im Schatten der Sony, Panasonic oder Canon – Camcorder. Denn noch nie
war es dank Sanyo möglich, mit einer so ungeheuer kompakten Videoeinheit abzutauchen, wie mit der Xacti HD2000. Die als mp4 Dateien aufgezeichneten Szenen sind im Full
HD – Format verfügbar, atemberaubend in Schärfe und Kontrastumfang. UnterWasserWelt – Mitarbeiter Peter Schinck tauchte mit dem Gehäuse von PATIMA ab,
während Michael Goldschmidt den deutlich preisgünstigeren Body von Epoque einsetzte.
Ihren ersten großen Auftritt hatte eine erste Sanyo Xacti der
Redaktion auf der Messe boot 2009. In deren Verlauf wurde überprüft, in wie weit man das Medium Video in einem Onlinemagazin journalistisch einsetzen kann. Dabei
spielte die Miniaturisierung des Equipments eine große Rolle. Die dabei verwendete Xacti im Standardformat mit 640x480 Pixel Auflösung konnte so sehr überzeugen, dass
die Investition in die im Frühjahr 2009 auf den Markt gebrachte Xacti HD2000 keiner Diskussion mehr bedurfte.
Sanyo Xacti HD2000
Offen gestanden staunen wir immer noch, wenn wir mit der Xacti HD2000 drehen, wie klein das Gerät von den Entwicklungsingenieuren gehalten werden konnte.
Entscheidend dafür ist natürlich der Verzicht auf eine Band- oder Festplattenaufzeichnung. Der Slot für eine SD-HC Karte bis maximal 32 GB Speicherplatz benötigt
vergleichsweise nur die Fläche einer Briefmarke. Vorbei sind also die Zeiten, in denen ein Vorrat an DV-6mm Bändern für die digitale Videoaufzeichnung mit zum Drehort
gebracht werden musste. Auf einer 32 GB – Karte finden über 4 Stunden Full HD – Szenen Platz. Wer schon ein „alter Hase“ als Videoamateur ist, für
den heißt es umzudenken, denn ein PC oder MAC rückt nun in den Mittelpunkt der Archivierung und Nachbearbeitung. Leistungsstark mit schnellem Prozessor und
höherwertiger Grafikkarte sollte der Rechner sein. Am besten bereitet man sich auf die kommende Datenflut mit einer externen Festplatte von einem Terabyte
Speichervolumen vor, auf die mit Hilfe der Sanyo – Technologie die Szenen der Speicherkarte sogar direkt kopiert und in Alben sortiert werden können. Doch
nicht allein Videosequenzen sind aufzunehmen, die Xacti ist zudem eine vollwertige Fotokamera mit einer Auflösung von 8 Megapixel. Ein ausklappbares Blitzgerät ergänzt
die Fotofunktion. Fotoaufnahmen werden im normalen 4:3 Format erstellt, das Breitbild 16:9 bleibt der Videofunktion vorbehalten. Ideal ist die Möglichkeit, ein
externes Mikrofon anzuschließen. Auch ein Kopfhörerausgang ist verfügbar. Das von Sanyo angebotene externe Stereo – Ansteckmikrofon VCP-MP01 können wir
allerdings nicht wirklich empfehlen. Das Anschlusskabel ist viel zu kurz und der Klang ist mäßig, an den Bässen hat man da ziemlich gespart, wohl um es unempfindlich
gegen Windgeräusche zu machen. Es empfiehlt sich ein Mikrofon mit eigener Batteriespeisung zu verwenden, dessen Leistung mit einer Dämpfung von 20 Dezibel gedrosselt
wird. Im Kameramenü stellt man die Empfindlichkeit des Mikrofoneingangs auf den Mittelwert 3, dann kann man in guter Qualität Interviews aufzeichnen. Die
Abhörkontrolle während der Aufnahme gestaltet sich allerdings als schwierig, da die am Kopfhörerausgang angelegte Spannung recht gering ist und man den Originalton nur
sehr leise hören kann. Verglichen mit analogen Kleinbildkameras liegt die kürzeste Brennweite im Fotomodus (4:3) bei 38 mm, im Videomodus (16:9) bei 44,4 mm. Hier
tut der Sanyo Weitwinkelvorsatz VCP-L07 Not, den es für ca. € 100,- zu kaufen gibt. Dieser verkürzt die Brennweite um den Faktor 0,7 auf eine Video –
Anfangsbrennweite von 31mm. Der Vorsatz vergrößert die Xacti HD2000 etwas und zaubert ein paar Gramm Gewicht mehr auf die Hand, was nicht schadet, sollen
„unverzitterte“ Szenen aufgezeichnet werden. Die geringe Baugröße, verbunden mit dem geringen Gewicht der Kamera lässt das bei jedem User vorhandene leichte
Handzittern auf das Bild übertragen, dessen Frequenz der elektronische Verwackelungsschutz kaum korrigieren kann. Daher unser Tipp, kann man nicht nur aus einer
abgestützten Position heraus filmen, ein Einbeinstativ zur Standardausrüstung hinzuzufügen. Dann können auch etwas längere Brennweiten genutzt werden. Gilt es den
16-fach optischen Zoom im langbrennweitigen Bereich einzusetzen, kommt man, wie bei größeren Camcordermodellen auch, nicht um die Anschaffung eines stabilen
Filmstativs mit Neigekopf herum. Die umfangreichen manuellen Eingriffsmöglichkeiten erlauben dem User eine individuelle Anpassung der Kamera an jede nur denkbare
Aufnahmesituation. Über Schnelltasten erreicht man geradlinig die Belichtungskorrektur (+/- 1,8 Blenden in 1/3 Stufen), die manuelle Schärfe, Makro, und die Blitzmodi.
Man kann die Schnelltasten beliebig belegen. Vom Gefühl her unlogisch erscheint die Belegung der Zoomtaste. In den Telebereich fährt man durch Druck nach oben am
Taster, weitwinkelig wird das Bild durch Zug nach unten. Daran muss man sich erst gewöhnen, hat man mit anderen Camcordern schon lange seine Erfahrungen gemacht.
Ein Langläufer ist der Lithium – Ionen – Akku DB-L50 mit 1900 mAh. Für 135 Minuten Filmaufnahme oder 355 Fotos reicht der Energievorrat. Im Wiedergabemodus
allein bringt es der Akku auf fast 6 Stunden (350 Minuten). Das Aufladen der Xacti HD2000und die Verbindung mit einem Fernseher, einer Festplatte oder einem
Drucker erfolgt ausschließlich über die Dockingstation. Kauft man sich Ersatzakkus, um immer aufnahmebereit zu sein, sollte ein externes Ladegerät dafür mit
angeschafft werden. Die günstigsten Angebote für Ersatzakkus (baugleiche) mit Ladegerät und Autolader fanden wir bei ebay. Angetan sind wir vom 2,7 Zoll großen,
lichtstarken TFT – Monitor mit scharfen 230.000 Pixel Auflösung. Auch in heller Umgebung lässt er uns nicht im Stich. Überzeugt hat uns die Bildqualität ohne
wenn und aber. Mit dieser Meinung stehen wir nicht allein da, denn die Xacti HD2000 wurde auch von anderen Testmagazinen als bester Full HD Camcorder mit Aufzeichnung
auf SD-HC Karte beurteilt. Die Qualität ist so gut, dass wir Einzelbilder aus dem Filmmaterial als Screenshots genommen in unseren Online – Beiträgen verwenden
können, inklusive der vergrößerten Abbildung.
Preis ca.: € 600,- Datenblatt der Sanyo Xacti HD2000 PDF herunterladen Website Sanyo Xacti 2000 Website Sanyo Xacri HD2000
Gehäuse PATIMA HD 1010
Ein professionelles Kaliber - Material, Gewicht und Preis betreffend - stellt das Gehäuse
des koreanischen Herstellers PATIMA dar. So gesehen kann man es als das Highend – Angebot des Marktes bewerten. Andrea und Peter Schinck nahmen die Sanyo Xacti
HD2000 im PATIMA – Gehäuse mit in die Tauchgründe von Curacao.
Das Aluminiumgehäuse der koreanischen Manufaktur bringt ansehnliche 1400 Gramm Leergewicht
auf die Waage. Die beiden Gehäusehälften verbinden zwei gesicherte Edelstahl – Schnellverschlüsse. Die Xacti HD2000 wird mit einer Stativschraube an einer
Halterung im vorderen Gehäuseteil fest montiert.. Sämtliche Funktionen des Camcorders sind über mechanische Durchführungen steuerbar. Allerdings greift man bei
PATIMA zu einem Trick, der besonders das Handling des Zooms verbessert: Hinter dem unteren Tastenfeld wird im Gehäuseinneren die Fernbedienung der Xacti HD2000
eingelegt und mit einer zu verschraubenden Abdeckung gehalten. So wirken die Tasten des Gehäuses hier nicht direkt auf die Kamera. Die Lithium Batterie CR
2025 reicht für geschätzte 30 Tauchgänge. Das muss man also im Auge behalten und eine Ersatzbatterie in der Ausrüstung bereit halten, sonst müsste man
gegebenenfalls auf die manuellen Eingriffe wie für den Weißabgleich, die Belichtungskorrektur oder die Menüauswahl verzichten. Die empfohlene Belegung der
Schnellwahltasten haben wir schon beim Epoque – Gehäuse angesprochen. Das Innenvolumen des Gehäuses bietet reichlich Platz für das Einlegen von
Trockenmittelbeuteln. Nicht zu verstehen ist der Verzicht auf jegliche Funktionskennzeichnung der einzelnen Tasten am Gehäuse, Newcomern oder Gelegenheitsfilmern
macht man das Leben dadurch nicht gerade leicht. Das Gewinde vor dem Planport mit optisch hochwertigem Glas hat einen Durchmesser von 67mm und erlaubt so den
Anschluss von Weitwinkel- und Makrolinsen von INON oder Epoque sowie verschiedenen Rotfiltern. Die Handschlaufe an der rechten Kameraseite hat akzeptable
Dimensionen, auch für Hände in dicken Handschuhen. Ein Zubehörschuh sowie zwei Stativgewinde ergänzen die äußere Ausstattung. Im Gegensatz zum Epoque – Gehäuse
findet man beim PATIMA – Body keinen Lichtleiteranschluss zur Synchronisation eines externen Blitzgeräts.
Praxis
Der Einbau von
Fernbedienung und Kamera lässt sich leicht bewältigen. Der O-Ring ist für Pflegemaßnahmen auch gut erreichbar. Die Schnellspannverschlüsse greifen einwandfrei.
Abgetaucht hat die Einheit einen geringen Abtrieb, ein paar Gramm mehr würde man sich zur Bildstabilisierung gerade im Nahbereich wünschen. Das Kamerahandling kann
durch eine optionale Schiene mit zusätzlichem Handgriff oder Montage von Tariergewichten (z.B. Olympus mit passender Befestigungsschraube) noch verbessert werden.
Die Kamera HD- 2000 verfügt zwar über einen „Anti-Shakemodus“ der jedoch in der Praxis keinen wirklichen Schutz vor Verwacklungen bietet. Während ruhige
Aufnahmen mit der Kamera über Wasser nur mit Ein- oder Dreibeinstativ gelingen, sind ruhige Landschaftsaufnahmen unter Wasser mit einem zusätzlich
angebrachten Weitwinkel auf Anhieb möglich. Nah und Makroaufnahmen erfordern jedoch ein gewisses Maß an Tarierfähigkeit /Erfahrung und Übung. Der gut sichtbare LCD
Bildschirm der Kamera lässt sich auch im Sonnenlicht gut ablesen. Die Bedienknöpfe funktionieren leichtgängig und lassen sich auch mit kleinen Händen einfach
erreichen und schalten. Zum Fixieren der Silica Gel Trockenmittel – Beutelchen empfehlen wir doppelseitiges Klebeband zu verwenden, dann rutsch im
Gehäuseinneren nichts umher.
Fisheye und Weitwinkel
Das von uns getestete INON UFL-165 Fisheye besteht aus dem Inon Weitwinkel UWL-105AD mit
festem Domeport um eine verbesserte Abbildungsleistung zu erreichen. Das Fisheye ist jedoch nur für Videoaufnahmen und nicht für Fotos mit der SANYO Xacti HD2000
Kamera geeignet, da es im Fotomodus zu kräftigen Vignettierungen kommt. Mit dem Fisheye kann man auch Halb und Halbaufnahmen realisieren,. Fisheye und Weitwinkel
sind mit der ebenfalls erhältlichen Makro Linse UCL-105 AD mittels eines Bajonettadapters (INON AD Mount Adapter UCL-165AD) blitzschnell unter Wasser auswechselbar.
Umständliches Schrauben entfällt. Im Lieferumfang des Fisheyes UFL-165 ist sowohl eine stabile Kunststoffkappe als auch ein Neoprenbeutel enthalten um ein
Beschädigung des Domeportes zu verhindern. Das Weitwinkel UWL-105AD wird im Kunststoffbeutel und Befestigungsschnur geliefert. ein Neoprenbeutel ist optional
erhältlich.
Lieferumfang Gehäuse
Patima HD 1010 Gehäuse mit verstellbarer Neopren Handschlaufe 2 Gehäuse O-Ringe
O-Ring Fett Englischsprachiger Bedienungsanleitung (!)
Objektiv
INON UWL-105AD Wide Lens ca. € 300,- Faktor 0,51,
Bildwinkel 105°, Tauchtiefe 60 Meter INON Fisheye UFL 165 AD ca.: € 370,- , Faktor 0,4 , Bildwinkel 165,5° Tauchtiefe 60 Meter
Fazit
Für den Preis von ca. 840 € bekommt der Käufer ein solides und gut verarbeitetes Aluminiumgehäuse eines renommierten Herstellers, das den Zugriff auf alle
Kamerafunktionen erlaubt. Dank geringem Gewichts und kleinen Maßen kann eine komplette Dreheinheit inklusive Licht ausgesprochen reisefreundlich beschrieben
werden. Nahezu Perfekt wäre es mit einem Blitzanschluss.
Gehäuse Epoque EHS – 1000 HD
Der
japanische Hersteller Epoque ist schon lange auf dem UW-Foto- und Videomarkt tätig. Dessen Gehäuse sind aus Polycarbonat gefertigt und rein mechanisch ausgelegt. Das
Gehäuse EHS – 1000 HD nimmt die Sanyo Xacti HD1000, HD 1010 und HD2000 auf. Mit einem Preis unter € 300,- markiert der Body den günstigsten Einstieg in die
UW-Videografie. Allerdings eilt dem Gehäuse ein gewisser schlechter Ruf voraus, den es einigen abgesoffenen Camcordern verdankt. Fakt ist, dass bei verkantetem
Einsetzen der Kamera zwar der Gehäuseverschluss hergestellt werden kann, durch den Gegendruck der Kamera aber unmerklich der Dichtring von der Dichtfläche abgehoben
wird und deshalb Wasser eindringt. Sicherlich hätte das konstruktiv von Epoque besser gelöst werden können, allerdings tritt das Problem nur dann auf, wenn man sich
nicht an die gewiss einfache Einbaurichtlinie hält. Epoque weist nun gesondert auf dieses Problem hin und beschreibt nochmals genau, auf was zu achten ist, um bis 45
Meter Tiefe mit der Xacti HD2000 sicher produzieren zu können. Das Objektiv der Kamera muss gerade hinter dem Planport liegen, zentriert von einer Gummimanschette.
Kann man die im Objektivring eingravierten Daten einwandfrei lesen, hat die Xacti ihren richtigen Platz gefunden. Dann verbinden die 7 Schnellspannverschlüsse die von
einem Scharnier im Boden geführten Gehäusehälften einwandfrei. Über 11 mechanische Durchführungen direkt über den Kameratasten, deren Funktion mit
grafischen Symbolen erklärt sind, erreicht man sämtliche Kamerafunktionen. Aus Platzgründen musste man sich bei der Ansteuerung der Schnellwahltasten eine besondere
mechanische Lösung einfallen lassen. Auf Tastendruck erreicht man geradlinig die manuelle Schärfe. Ein darunter liegender Hebel, als Taster mit Rechts –
Linksschaltpunkt gestaltet, wird die Auswahl der Blitzfunktion oder die Belichtungskorrektur angesteuert. Diese Kombination aus Taster und Hebel erlaubt auch durch
alle Menüs zu manövrieren. Das muss man ein paar Mal üben, dann klappt auch das, soweit es überhaupt nötig ist, recht schnell. Wie schon bei der Kamerabetrachtung
erwähnt, sollte man die Weißabgleichfunktion auf die Schnelltasten legen und dafür die Blitzfunktionen ins Menü verschieben. Das Epoque – Gehäuse EHS –
1000 HD ist zwar für die Verwendung eines externen Blitz (Synchronisation über Lichtleiter – Anschlussbuchse vorhanden) vorbereitet, man kann sogar den Blitz
über eine Taste ausklappen lassen (ergänzend wichtige Kontrollfunktion, ob die Kamera richtig eingesetzt wurde), doch werden wohl nur die wenigsten dies für UW-Fotos
nutzen. Die Ausstattung mit einem Zubehörschuh, einem Stativgewinde und einer Öse zur Anbringung eines Sicherungstools stellt voll auf zufrieden. Äußerst
schwachbrüstig ist dagegen die mit Klettstreifen verstellbare Handschlaufe an der rechten Gehäuseseite. Diese Schlaufe kann höchstens Kinderhände oder die der
japanischen Epoque - Techniker zufriedenstellend bedienen. Europäische Taucherhände, womöglich auch noch in dicken Handschuhen, finden hier nur kurzzeitig Platz. Hat
man die Weite der Schlaufe entsprechend angepasst, bleiben nur wenige Millimeter Haftfläche für die Klettstreifen, alle paar Minuten löst sich das spielzeugartige Teil
auf. Doch eine Lösung ist bei UW-Fotopartner in Form einer modifizierten Handschlaufe erhältlich und dann kann man das Problem zu den Akten legen. Insgesamt macht
das Epoque Gehäuse einen robusten Eindruck und verspricht bei pfleglichem Umgang über Jahre hinweg seine Funktionalität. Der Planport am Body verlängert die
kürzeste Brennweite der Xacti HD2000 auf fast 60mm (analoge Fotobrennweite), gut genug für Makroaufnahmen, aber für schöne UW-Aufnahmen generell nicht
geeignet. Der Weitwinkelvorsatz Epoque DCL-20 verkürzt die Brennweite um einen Faktor von 0,56, was nun eine kürzeste Brennweite von 25mm ergibt. Der Weitwinkelvorsatz
wird aufgeschraubt (Gewinde mit Silikon leicht fetten!). Die fertig montierte Einheit Body und Weitwinkel muss unter Wasser noch mal getrennt werden, da zwischen dem
Planglas des Gehäuseports und der Hinterlinse des Weitwinkels ein Wasserfilm benötigt wird. In Gewässern mit hohem Sedimentanteil muss darauf geachtet werden, dass
keine Schwebstoffe eingefangen werden.
Praxis
Noch einmal: Hält man sich an die Anleitung, beachtet man die einfachen Hinweise zur
Platzierung des Camcorders im Body, ist der O-Ring generell sauber und gepflegt, schließt das Gehäuse einwandfrei und dicht. Countdown bis 7, sind alle
Spannverschlüsse verriegelt, geht’s ab ins Wasser. Natürlich ist ein Trockenmittel – ein kleiner Silikagelbeutel – dringend empfohlen, um das
Beschlagen des Gehäuseinneren zu unterbinden. Sorgfältig eingelegt ist oberhalb des Blitzgeräts der Xacti HD2000 ausreichend Platz. Im Süßwasser hat die
Videoeinheit leichten Abtrieb und wird zum unauffälligen aber höchst leistungsfähigen Tauchgangbegleiter. Selbst mit dicken Handschuhen sind die Tasten ausreichend
gut bedienbar. Irritationen über die Tastenfunktionen sind aufgrund der Symbole am Druckknopf ausgeschlossen. Der Einblick auf den Monitor ist auch ohne
Streulichtschutz gut. Im Süßwasser und im Bereich von Riffen oder bei Blicken in Freiwasser empfiehlt sich eine Belichtungskorrektur von – 2/3 bis zu 1
Blende. Dann arbeitet die Belichtungsautomatik auch unter Wasser absolut zufriedenstellend. Bei Epoque scheint man nicht immer unter den geeigneten klimatischen
Verhältnissen (trockene Raumluft) den Weitwinkelvorsatz DCL-20 zu montieren. Beim Testmodell setzte sich ein Beschlag im Linsensystem nieder, sobald die
Wassertemperaturen unter 17° C fielen oder die 24°C überstiegen. Bei UW-Fotopartner kann dieses im Einzelfall auftretende Problem auf kurzem Weg gelöst werden.
Fazit Epoque
Man muss nicht mehr Geld ausgeben, als für das Epoque – Gehäuse mit optionalem Weitwinkelvorsatz, um in die Full HD Welt unter
Wasser einzutauchen. Die Druckfestigkeit bis 45 Meter deckt für den Sporttauchbereich ohnehin das absolute Gros der Tauchaktivitäten ab. Kalt – und
warmwassertauglich, wartungsarm, funktionell. Nur – man muss den richtigen Vertriebspartner ausgesucht haben, damit eventuell notwendige Nachbesserungen
(Handschlaufe, Beschlagen des Weitwinkelvorsatz) auf schnellstem Weg erfolgen können. Günstiger und dennoch voll funktionell geht’s nicht.
Lieferumfang des Gehäuses:
Epoque EHS1000 HD 1 Ersatz O-Ring O-Ring Fett Englischsprachiger Bedienungsanleitung (!)
Epoque Weitwinkellinse DCL 20, Faktor 0,56, Tauchtiefe 60 Meter Preis ca.: € 200,-
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