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Mit 12 Tochterfirmen und 70 Vertretungen weltweit ist das Unternehmen BAUER Kompressoren zum festen Bestandteil des Weltmarkts geworden.
Rund 500 Mitarbeiter beschäftigt das vom Inhaber Heinz Bauer geleitete Unternehmen, davon etwa 250 am Firmensitz in München, an dem hauptsächlich die
„Herzstücke“, die Kompressorenblöcke gefertigt werden. Neben der weitläufigen Entwicklungsabteilung gibt es Forschungslabors, die sich im Schwerpunkt mit der
Atemluft- und Gasreinigung (Filtertechnik) beschäftigen, ebenso mit der Schalldämmung und Computersteuerung der Anlagen.
Der Gang durch die Fertigungsstätten
ist eindrucksvoll. Sauber, hell und übersichtlich sind die Arbeitsplätze organisiert und entsprechend der DIN ISO 9001 optimiert. Was gleich auffällt sind
Arbeitsplätze, an denen handwerklich Bauteile gefertigt werden, ganz im Gegensatz zu den CNC gesteuerten Maschinen, in denen Roboter aufwendige Kompressorkomponenten
hochpräzise bearbeiten. Ralf Deichelmann klärt auf, dass hier neben der Fertigung von Ersatzteilen für ältere Kompressoren auch Bauteile für Anlagen in kleinen
Stückzahlen produziert werden, die den Wünschen der Kunden entsprechend konfiguriert sind. Im Grunde gibt es bei BAUER keine von Herstellerseite festgeschriebene
Konfiguration eines Kompressors, vielmehr sind viele der weltweit im Einsatz befindlichen Anlagen, von einem Grundmodell ausgehend, im Kundenauftrag modifiziert. Man
ordert also nicht allein aus dem Katalog sondern erhält in Zusammenarbeit mit den Beratern von BAUER eine den eigenen Ansprüchen ideal angepasste Anlage. Und
Lieferzeiten sind heute auch kein unabsehbarer Zeitraum, in 2 bis 4 Wochen kann geliefert werden. Das ist umso erstaunlicher, als dass es keine große Lagerhaltung
gibt, sondern erst mit Bestellung der Auftrag auch bearbeitet wird. Also ist ein weiterer Slogan für BAUER anwendbar: Nichts ist unmöglich!
Gut 39 Jahre alt
ist der älteste Kompressor, der bei BAUER im Service noch betreut wird, ein mittleres Alter von 25 Jahren ist keine Seltenheit. Für ein Unternehmen, das von Anfang an
auf die Langlebigkeit seiner Produkte setzte, ist es fast Verpflichtung weit über die Frist von 10 Jahren hinaus Ersatzteile und Zubehör liefern zu können.
Von
hoher Fertigungsdichte wird gesprochen, was sagt, dass ein Grossteil der in den BAUER Produkten eingesetzten Bauteile im eigenen Haus hergestellt werden. Dieses
Procedere ist wirtschaftlich gesehen sicherlich nicht in der Rubrik Gewinnoptimierung angesiedelt, ist aber ein gewichtiges Glied in der langen Fertigungskette, hin
zum Produkt höchster Qualität. Zulieferteile werden vor der Übergabe an die einzelnen Fertigungsabteilungen mit aufwändigen Einzeltests auf Einhaltung der vorgegebenen
Standards geprüft. Was hier die Prüfkriterien nicht erfüllt, wird bei BAUER nicht in die Produktion weitergeleitet. So kann es vorkommen, dass die innerhalb des
Unternehmens unabhängig tätige Qualitätssicherung ganze Chargen zurückweist, auch wenn dadurch der eine oder andere Liefertermin nach hinten korrigiert werden muss.
Aber auch alle fertig gestellten Anlagen unterliegen zusätzlich ausführlichen Betriebstests auf den eigenen Prüfständen. So wird kein Kompressor ausgeliefert,
der nicht einen 6-stündigen Probelauf absolviert hat und im Anschluss daran die Betriebsfähigkeit bestätigt bekommt. Doch bis es überhaupt zum Probelauf kommt, muss in
den einzelnen Fertigungsbereichen ein Zwischentest vorgenommen werden, bestätigt auf einem Prüfzertifikat, das den Kompressor durch die einzelnen Stationen im Werk
begleitet. Wichtige Bauteile erhalten von vornherein eine eigene ID-Nummer eingeprägt, so dass im Falle eines Fehlers genau ermittelt werden kann, aus welcher Charge
diese Komponente stammt.
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