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Tauchtiefe, die nur in besonders klaren Gewässern bis etwa 15 Metern reicht. Die Menge der Arten und deren Qualiät wird bestimmt, was sichere
Rückschlüsse auf die Qualität und aktuelle Situation des Gewässers zulässt. Kommt eine bestimmte Pflanzenart, die für die Wasserreinheit von besonderer Bedeutung ist, nur selten
vor oder überziehen schnellwachsende Grünalgen grossflächig die Wasserpflanzen und ersticken alles andere Leben, ist das Sediment schwarz verfärbt und haben sich Wolken von
Schwefel gebildet, dann wird aus dem Kartierungsprojekt schnell ein Sanierungsprojekt, bei dem geeignete und dem jeweiligen Gewässer angepasste Lösungen erarbeitet werden müssen.
Natürlich können nicht alle Pflanzen allein durch Augenschein identifiziert und zugeordnet werden, dazu muss oft auch eine Probe im Mikroskop untersiucht werden. Erst wenn alle
gesammelten Daten zur Verfügung stehen und entsprechend ausgewertet, kann ein Gewässer insgesamt beurteilt werden. Diese Arbeit erfordert Geduld, ausgezeichnetes Fachwissen und
einen warmen Tauchanzug, damit die vielen Stunden Feldarbeit in den meist frischen bis kalten Gewässern auszuhalten sind.
Im Jahr 1992 leitete sie ein Projekt der
Schweißfurt-Stiftung in München zum Thema “Energetisierung von Wasser”. Im folgenden Jahr begann eine ausgedehnte Tauchkartierung zur Erkundung der Vegetation
(Makrophyten) in brandenburgischen Seen, im Auftrag des Landes Brandenburg. Der erste hier betauchte See, der Liepnitzsee, im Norden Berlins, ist ein beliebter Ausflugssee aber
trotzdem noch ziemlich klar. In insgesamt drei Jahren Kartierungsarbeit in Brandenburg wurden mit der von Alexandra Hoesch gegründeten Tauchgruppe “Aquarius” 290
Uferkilometer abgetaucht. Bis zu 14 Taucherinnen und Taucher zählte die Gruppe am Großen Wummsee, deren Stärke im Normalfall bei etwa 6 Mitarbeitern liegt. Eine enorme
organisatorische Aufgabe verbunden mit einer besonderen psychischen Belastung, wie sie selbst sagt, da die Klarheit des Wassers sich Vegetation bis 13 Meter Wassertiefe entwickeln
lässt. Das begründet hier die grosse Zahl an Kartierern. Der Abschluss der Untersuchungen im Jahr 1996 bedeutete aber nicht, dass die Menge der gesammelten Daten auch einer
Verwertung zugeführt worden wäre. So setzt sich Alexandra Hoesch auch heute noch für die Umsetzung der Ergebnisse des “Artenschutzmonitoring in Brandenburg” ein.
Der Studien immer noch nicht genug, schloss sich jetzt ein Aufbaustudium “Umweltschutztechnik” an, das bis 1998 dauerte. Im gleichen Jahr ergab sich die
redaktionelle Mitarbeit beim Bayerischen Fernsehen für ein Donau-Filmprojekt.
Die Arbeit im Fernsehbereich setzte sie fort als Kameraassistentin einer TV-Produktion des
Kinderkanal. Das war der Anstoss sofort eine eigene digitale Videoausrüstung zu kaufen (Sony VX 1000, Recorder usw), da neben spontaner Begeisterung erkannt wurde, welche
Möglichkeiten sich mit diesem Medium bieten. Endlich können die faszinierenden Erlebnisse unter Wasser auch dokumentiert werden, neben der optischen Information für die
Auftraggeber von Kartierungs- bzw Sanierungsprojekten. Vergleiche und Langzeitdukumentationen sind nun endlich möglich, nachdem die Videotechnik im Amphibico VH 1000 Gehäuse
eingesetzt ist und mit Licht von MarinSolar ergänzt.
Seit Herbst 1998, mit Unterbrechung im Winter, ist Alexandra Hoesch vorrübergehend zur Wahlwienerin geworden. Wien ist
der Ausgangspunkt eines Sanierungs- und Kartierungsprojekts, das die wiener Firma Systema GmbH an der Donau und deren Seitengewässer durchführt. Dazu wurde auch im Mai 1999 eine
Videoproduktion fertiggestellt (Aufnahme, Schnitt, Nachbearbeitung), die den Sanierungserfolg durch Makrophytenpflanzungen an Badegewässern bei Laxenburg dokumentiert.
Im
Winter hatte Alexandra Hoesch in freier Mitarbeit ein Unterwasser-Filmprojekt auf dem Forschungsschiff Aldebaran vor den Kanarischen Inseln begleitet.
Mittlerweile verlegt
sich das zunächst auf das Süsswasser ausgerichtete Betätigungsfeld aufgrund einer Reihe von Aufträgen und Angeboten in die marine UW-Welt. Für den Herbst laufen die Planungen
Schatztaucher auf einem Schiff vor den Kapverden mit der Kamera zu begleiten. Zusammen mit einer Assistentin - nie wieder als Frau allein auf einem Schiff nur mit Männern - werden
dort Filme zu Demonstrations- und Werbezwecken produziert, die die Schatztaucher bei ihrer Arbeit und die Gesamtsituation vor Ort schildern.
Biologie, Umweltschutz,
Videotechnik, Tauchen das ist eine interessante Mischung, die zu einem noch interessanteren Beruf zusammenführt. Hier ist keine 38,5 Stunden Woche und ein sortierter Schreibtisch
der Rahmen der Arbeit, hier ist Knowhow, Flexibilität und Geduld gefragt. Mögliche Einsatzorte: Weltweit; mögliche Projekte: Alles was mit Tauchen, Biologie und Videofilm
zusammenhängt.
Kontakt: eMail Xhoesch@aol.com
Website www.aquarius-live.de
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