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Weltweit bemühen sich die Hersteller von Atemluftkompressoren um reinste Luftfüllungen, unterhalten sogar – wie die Firma Bauer in
München – aufwendige Labors um sicherzustellen, dass wirklich nur einwandfreie Luft oder Atemgase in die Zylinder gedrückt werden. Doch das ist nur die eine
Seite. Die andere sind die Flaschen selber, in denen der Luftvorrat unter Wasser gebracht wird. Rost und Feuchtigkeit ziehen unsichtbar die hohe Qualität der Füllung
nach unten, bei Aluflaschen steht sogar das anstatt Rost entstehende Aluminiumoxid auf der Liste die Krankheit Alzheimer begünstigenden Faktoren. Dann kommt noch ein
TÜV oder ein die TÜV – Abnahme bearbeitender Betrieb dazu, der sich lediglich an Fragen der eigentlichen Druckprüfung, nicht aber an den Belangen der insgesamt
genau vorgegebenen Maßnahmen orientiert, was im Rahmen der Prüfung getan werden muss. Denn genau bei den in zweijährlichen Intervallen notwendigen Untersuchungen (für
Pressluft-Tauchgeräte) wird der Grundstein für einen teils miserablen Innenzustand der Druckluftflaschen gelegt. Peter Schreiner von der Firma Scuba Sicherheitstechnik
in Haag / Obb. kann hier als Fachmann angesehen werden, Michael Goldschmidt informierte sich vor Ort. Auf dem Rücken, aus dem Sinn, so ist die Lage
der Pressluftflaschen allgemein zu beschreiben. Man kann nicht hineinsehen, ebenso wenig sieht man die Füllung. Nur Finimeter oder luftintegrierte Computer sagen aus,
wie viel vom unsichtbaren Atemgas im uneinsehbaren Inneren der Flasche vorhanden ist. Über die Qualität des Flascheninhalts, die die EN 12021 (DIN 3188) regelt oder
den inneren Zustand der Behälters gibt es im betriebsbereiten Zustand keine Auskünfte. Ob schon ein halber Liter Wasser im Zylinder dümpelt und/oder Rost von der
Wandung bröselt, das bleibt ein Geheimnis. Und treu dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß,“ interessiert sich kaum ein Taucher und so mancher
Prüfbetrieb für den geforderten und auch lebensnotwendigen einwandfreien Zustand der Tauchflaschen. Wozu dann das ganze Bemühen der Kompressorenhersteller dem Taucher
beste und trockene Luft zu liefern, um keinerlei Gesundheitsgefährdung hervorzurufen oder Korrosion zu provozieren?
Der TÜV-Termin ist vielen Tauchern ohnehin
ein Dorn im Auge, alle zwei Jahre muss man zwischen 30 und 40 Euro abdrücken, um die Stahlflasche abgedrückt zu bekommen. Lediglich die Aluflaschen des
Herstellers Luxfer (Bauart 84GB30) genießen ein Prüfintervall von 6 Jahren. Unklarheit besteht allerdings bei vielen Tauchern, ab welcher Flaschengröße ein Tank zum
TÜV muss. Um jedes Missverständnis aus dem Weg zu räumen, ab 220 cm³ sind alle Druckgasbehälter, die wiederbefüllt werden können,
prüfpflichtig. Bei dieser Einstiegsgröße fallen auch die alten Westenflaschen und der große „Spare Air“ unter diese Kategorie. Klar kann man den
Vorschriften entnehmen, dass die Flaschen vor der Druckprüfung gereinigt werden müssen, die Ventile überprüft, das aktuelle Gewicht festgestellt last not least in
trockenem Zustand zurückgegeben werden müssen. Doch nur ausgewählte Betriebe scheinen sich daran zu halten.
Der „harte Kern“ der Taucher, der sich heute
noch mit eigenem PTG ins Wasser wirft, ist für die Tauchshops ein willkommener Kunde, angesichts nachlassender Umsätze beim Verkauf von Tauchausrüstungen. In der Regel
ist der Tauchshop, in dem dann die Flasche zum TÜV abgegeben wird, nicht auch der prüfende Betrieb, der von einem Sachverständigen des TÜV oder der DEKRA
aufgesucht
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