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ewa-marine - Leichtgehäuse für Action in allen Situationen
Häufig verkannt und vielfach belächelt haben die transparenten
Kameraschutzgehäuse seit 1970 in gigantischen Produktionszahlen den Markt der Schnorchler, Hobbyfotografen und Urlaubsknipser erobert. Salopp oder auch ungerecht als
Plastiktüten für den kleinen Mann apostrophiert, findet man sie weltweit in Fotofachgeschäften, Tauchshops und im Versandhandel. Herbert Frei über ein simples, aber
geniales Konzept, eine Kamera mit ins Wasser nehmen zu können.
Wer mit der UW-Fotografie beginnen will, weiß selten, ob ihm das auf Dauer auch Spaß machen
wird. Leider ist der fotografische Einstieg in die Unterwasserwelt selten ein preiswertes Vergnügen. Neben einer Kamera, diversen Objektiven, amphibischen Blitzgeräten
und einem sperrigen UW-Gehäuse aus Metall oder Kunststoff verlangt dieser Schritt auch eine finanzielle Konsequenz, die nicht mehr jeder mitmachen will. Schließlich
wollte man doch nur ein bisschen unter Wasser fotografieren, wenn möglich mit der hauseigenen Kamera, die auch an Weihnachten, Ostern und Pfingsten für
Erinnerungsaufnahmen im Familienkreis herhalten muss. Ganz klar und deutlich: Billiger als mit einem Weichplastikgehäuse von ewa-marine geht es wohl kaum.
Sicherlich finden sich am Markt noch amphibische Low – Budget - Kameras auf ähnlichem oder preiswerterem Niveau, doch das sind alles Sucherkameras. Im
ewa-Kamerabeutel kann man aber mit einer Spiegelreflexkamera und Echtbild im Sucher fotografieren.
Schlüssiges Konzept
Die Idee, eine Kamera in
einem transparenten und flexiblen Kunststoffgehäuse zum Tauchen mitzunehmen, hat etwas Verblüffendes und Einfaches an sich. Physikalisch gesehen, kann ein ewa-marine
Schutzgehäuse nicht durch Druck platzen oder zerquetscht werden, weil nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte Druck mal Volumen konstant ist. In einem ewa-marine
Weichplastikgehäuse herrscht deshalb innen immer derselbe Druck wie außen. Deshalb werden die Schweißnähte auch kaum belastet und das ewa - Frontglas kann im Gegensatz
zum Frontglas eines Festkörpergehäuses relativ dünn gehalten werden, was einer guten Abbildungsleistung entgegen kommt. Dass ewa-marine Schutzhüllen trotzdem eine
konstruktive Tauchgrenze besitzen, liegt unter anderem am flexiblen Gehäusematerial, das sich ab einer bestimmten Tiefe wie eine Folie um die Kamera legt und das
Fotografieren unmöglich macht. Nun könnte man natürlich mehr Luft hineinpumpen, was durchaus machbar wäre, aber dann würde sich das Abtauchen wegen des Auftriebs
schwierig gestalten. Die Kameraschutzhüllen sind deshalb werkseitig auf eine maximale Tauchtiefe ausgelegt, die man nicht ohne Not überschreiten sollte. Zum
Schnorcheln muss man den Auftrieb verringern - also Luft ablassen oder gleich weniger hineinblasen, weil das Abtauchen sonst zu mühsam wäre. Für ewa-marine
Weichplastikgehäuse liefert der Hersteller spezielle Bleigewichte, die teils innen, teils außen befestigt den Auftrieb der Schutzhülle etwas mildern und gleichzeitig
für eine stabile Lage sorgen sollen. Die Fixierung der Kamera geschieht mittels Schaumstoffeinlagen, deren Saugfähigkeit bei einem eventuellen Wassereintritt eine
kurzfristige Schutzfunktion ausübt. Manche Weichplastik - Modelle sind mit einem Dreifingerhandschuh ausgestattet, der das Bedienen der Kamera erleichtert. Für
Autofokusmodelle gibt es einen speziellen AF-Adapter, der das ungehinderte Ausfahren des Objektives ohne Wandberührung der flexiblen Schutztasche gestattet.
Blitztechnik
In die Weichplastikgehäuse U-AXP (dicht bis 50 m) und U-AX (dicht bis 20 m) kann der UW-Fotograf auch das zur Kamera passende Systemblitzgerät
einbauen. Es sitzt im Blitzschuh der Kamera und gibt sein Licht frontal ins Wasser ab. Eine gewisse Transparenz sollte deshalb vorhanden sein, sonst muss man mit
angeblitzten Trübstoffen rechnen. Das mittig und hoch auf der Kamera sitzende Systemblitzgerät ist eine Notwendigkeit für harmonisch ausgeleuchtete Bilder. Und keine
Angst vor der hohen Kelvinzahl des Blitzlichtes. Das transparente Material des Schutzgehäuses senkt die Kelvinzahl etwas, so dass ein insgesamt angenehmes Kunstlicht
entsteht. Zu beachten ist, dass das Systemblitzgerät nicht geneigt werden kann, weshalb in unmittelbarer Nähe der Frontscheibe keine Ausleuchtung stattfinden kann.
Extreme Nah- und Makroaufnahmen sind deshalb nur möglich, wenn zusätzlich ein autonomer Sklavenblitz gezündet wird. Den sollte aber besser der Tauchpartner halten,
sonst gerät das Weichplastikgehäuse in eine möglicherweise taumelige Lage, wenn man beides selbst in der Balance halten und manövrieren will. Einfache
Weichplastikgehäuse wie das U-F (dicht bis 10 m) oder die Kompaktgehäuse können kein Systemblitzgerät aufnehmen. Ihr Einsatz liegt im vordergründig Schnorchelbereich
oder moderaten Tiefen. Blitzbelichtet wird mit dem kameraintegrierten Kleinblitz, also ein Fall für den Nahbereich. An das konventionelle 52 mm Gewinde der
Kompaktgehäuse lässt sich eine Nahlinse aufschrauben. Damit erschließt man sich interessante Motive in unmittelbarer Nähe des Objektives, muss aber beachten, dass das
Blitzlicht nicht beliebig in den Nahbereich gebracht werden kann. Auch hier empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung eines kleinen Sklavenblitzgerätes für weitgehend
schattenlos ausgeleuchtete Aufnahmen.
Brennweiten
In ewa-marine Weichplastikgehäuse lassen sich nicht alle Objektive ohne Einschränkung verwenden.
Zoomoptiken ja, doch ist die Brennweitenverstellung nicht so elegant und schnell wie an Land zu bewerkstelligen. Das liegt zum einen am etwas gewöhnungsbedürftigen
Drehen mittels Handschuh, zum anderen am nicht ganz so eleganten Handling der flexiblen Schutzhülle. Auch der Objektivdurchmesser hat Grenzen. Mehr als 8 cm sollten es
im Autofokusbetrieb nicht sein. Total geeignet sind ewa-marine Schutzhüllen für Makroobjektive, vorzugsweise sollten Sie sich für eines mit 90-105 mm Brennweite
entscheiden. Damit kommen Sie zu hervorragenden Bildern von Fischen und Detailaufnahmen. Grenzen gibt es im Weitwinkelbereich, der bei spätestens 17 mm endet. Und
dafür benötigen Sie ein ewa-Gehäuse mit besonders großer Frontscheibe (Extrabestellung). Fisheye-Objektive können nicht verwendet werden, weil erstens keine gewölbten
Frontgläser angeboten werden und zweitens die Zentrierung hinter einem Domeglas mit einer flexiblen Gehäusehülle nicht zu realisieren ist. Das Handling des
ewa-Gehäuses mit montiertem Weitwinkelobjektiv an der Kamera ist in der Tat nicht ganz einfach. Beim Fotografieren muss die Kamera nämlich so positioniert sein, dass
sich das Objektiv planparallel zum Schutzgehäuse - Frontglas befindet. Und zwar sehr dicht davor, damit die Aufnahmequalität nicht zu sehr leidet und sich keine
Vignettierungen (Eckenabdunkelungen) bilden. Bei gekonntem Handling sind aber brillante Weitwinkelbilder machbar, sowohl im Riff, im See als auch im Schwimmbad. Sogar
Halb-Halb-Aufnahmen, man mag es kaum glauben! Wegen der optisch bedingten Randunschärfen (starkes Weitwinkel hinter Planglas!!) sollten Sie solche Aufnahmen nur mit
kleinen Blenden realisieren. Dann nivelliert sich das Problem etwas.
Digital mit ewa-marine
Wer sich unter Wasser digital entfalten will und für
seine Kamera kein passendes UW-Gehäuse findet, sollte sich im reichhaltigen Angebot von ewa-marine umsehen. Auch für ausgesprochene Digitalexoten findet sich eine
wasserdichte Hülle. Die Weichplastikgehäuse für diese Kameragruppe ähneln denen für die analogen Pendants. Mit einfachen Digitalkameras belichtet man ausschließlich
mit dem integrierten Kamerablitz. Sein Licht dringt fast verlustlos durch die transparente Hülle. Klares Wasser muss allerdings vorausgesetzt werden, sonst kommt es zu
Trübstoffreflexionen. Die zugehörigen Weichplastikgehäuse sind so ausgelegt, dass auch ein auf dem Kameradach hochklappender Blitz Verwendung finden kann. Was
mit einer analogen Kamera nicht oder nur eingeschränkt geht (rötlicher Farbstich!!), funktioniert mit einer digitalen recht gut - belichten mit einem Handscheinwerfer.
Ob Sie die Lampe selbst in die Hand nehmen oder den Partner damit beauftragen, ist eher sekundär. Mit Partner (in) ist es einfacher, weil man sich besser auf das
Handling des Weichplastikgehäuses konzentrieren kann. Lassen Sie den Weißabgleich (Farbtemperaturanpassung des Lichtes) der Digitalkamera auf Automatik stehen und
konzentrieren Sie sich ganz auf die Motive. Digitale Kompaktkameras besitzen fast alle ein mehr oder weniger ausgeprägtes Zoomobjektiv, mit dem man sich den
Bildausschnitt nach Belieben gestalten kann. Da sich viele Digitalkameras extrem nahe (2-5 cm) einstellen lassen, ist das Ausleuchten mittels Blitzlicht nicht mehr
möglich. Die unmittelbare Nähe vor dem Frontglas kann nur mit einer Handlampe angeleuchtet werden. Digitalkameras sind etwas empfindlich gegen Feuchtigkeit. Legen sie
immer ein Silikagel - Päckchen in die ewa-Schutztasche (lieferbar vom Hersteller). Ein kleines Problem könnte es mit der Betrachtung des Monitors an den digitalen
Kompaktkameras geben, wenn die Sonne direkt darauf scheint. Dann verschwimmen die Konturen und man sieht das Bild ähnlich schlecht wie beim Fernsehen in der Sonne.
Decken Sie dann den Monitor mit Ihrem Schatten ab, dann erscheint da Bild wieder sehr brillant. Vorteil des Monitors ist aber das wirklich große Bild, das man aus
moderater Entfernung betrachten kann. Speziell im ewa-marine Weichplastikgehäuse hat die digitale Kompaktkamera gegenüber der analogen SLR mit ihrem kleinen
Pentaprismensucher deutliche Vorteile. Weitwinkelvorsätze und Fisheye - Konverter können an digitalen Kompaktkameras im ewa-marine Schutzgehäuse nicht oder nur
bedingt eingesetzt werden. Fisheye - Fotografie ist ausgeschlossen, Weitwinkel nur bis ca. 24 mm bzw. 20 mm. Wichtig ist, dass das Frontglas eine ausreichende Größe
besitzt, sonst kommt es zu Randabschattungen. Im Weichplastikgehäuse muss ein Autofokusadapter installiert werden, sonst streift das Objektiv beim Scharfeinstellen an
der Kunststoffwandung. Der Vorsatz muss zentrisch hinter dem Frontglas sitzen, und zwar möglichst nah.
Outdoor-Aktivitäten
Eines der größten
Einsatzgebiete für ewa-marine Gehäuse sind unwirtliche Umfeldbedingungen, wie sie überall auf der Welt vorkommen können. In der Wüste, im Schnee, bei Regen, Am Strand,
beim Raften, auf dem Segelboot, beim Surfen, in schmutziger und aggressiver Umgebung. Hier liegen möglicherweise die wahren Fähigkeiten der transparenten
Kameraschutzgehäuse. Wertvolle Kameras und teure Objektive beim Abenteuereinsatz sicher zu verwahren und gefahrlos mit ihnen zu fotografieren. Es müssen ergo nicht
immer 10 oder 20 m Wasser über dem Kopf sein. Ein kleiner Sandsturm reicht völlig aus, um die Fotogerätschaft zumindest zeitweilig zu ruinieren und teure Wartungen
nach sich zu ziehen. Für harte Outdoor - Aktivitäten biete ewa-marine sog. Regencapes zum Fotografieren und Filmen. Die kleinen und kompakten Schutzhüllen sind
speziell für Filmer und Fotografen gedacht, die bei Wind und Wetter im Freien ihrem Hobby oder Fotografenberuf nachgehen. Nicht druckfest aber wasserdicht bei starken
Regenschauern erfüllen sie alle Voraussetzungen einer komfortablen und sicheren Bedienung, weil das Cape nach unten offen ist. Mit ewa-sports hat der Hersteller
Schutztaschen für Handys, Taschenradios und Ausweispapiere kreiert, die zum Teil druckfest bis 30 m Wassertiefe sind. Wichtig sind solche Schutzmöglichkeiten bei
Schiffsreisen, am Strand und im Regenwald.
Infos ewa-marine GmbH
Web: ewa-marine
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