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DELFINE & WALE

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Gesellschaft zur Rettung der Delfine info@delphinschutz.org  www.delphinschutz.org  
Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V. www.gsm-ev.de 

Wichtiger Erfolg für Delfine, Wale und Walhaie im Süden Mosambiks

Gegen Ende November 2011 erließ die mosambikanische Regierung weitreichende Regelungen für einen besseren Schutz von Delfinen, Walen und Walhaien vor negativen Tourismus-Folgen im Süden Mosambiks bei Ponta do Ouro. Dieser wichtige Erfolg ist nicht zuletzt der mosambikanischen Delfinschutzorganisation DolphinCare-Africa (DCA), die von der Münchener Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) unterstützt wird, zu verdanken. DCA setzt sich seit vielen Jahren für bessere Schutzmaßnahmen ein, denn der immer stärker gewordene Tourismus-Wildwuchs bei Ponta do Ouro droht die Meerestiere aus ihrem Lebensraum zu vertreiben.
 
Die neuen Bestimmungen umfassen nicht nur ein Verbot von Jetskis (mit Ausnahme von Jetskis zum Sportfischen und Angeln, die aufgrund technischer Schutzvorrichtungen nur eine geringe Gefahr für Meerestiere darstellen). Boote müssen ab jetzt einen Mindestabstand von 300 m zu Meeressäugern und Walhaien einhalten und das Schwimmen mit Delfinen darf nur von zugelassenen Veranstaltern durchgeführt werden, wobei nur zwei Veranstalter mit jeweils einem Boot an Ort und Stelle erlaubt sind. „Allein diese Maßnahmen bedeuten für die Delfine ein ganz entscheidende Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“, begrüßt GRD-Biologe Ulrich Karlowski die neuen Regelungen.
 
Auch andere Meerestiere profitieren von den Schutzbestimmungen: Das Füttern von Meerestieren ist nun grundsätzlich verboten. Nistende sowie frisch geschlüpfte Schildkröten dürfen nicht gestört werden. Einschränkungen gibt es zudem in der Fischerei: Grundfische dürfen nicht mehr gefischt werden, und das Angeln von Merlinen, Schwert- und Fächerfischen ist genehmigungspflichtig.
 
Aufgrund der außergewöhnlichen Artenvielfalt wurde die Gegend im Süden Mosambiks 2009 als Meeresreservat (Ponta Partial Marine Reserve) deklariert. Seitdem befassten sich Experten mit der Ausarbeitung von Schutzmaßnahmen, die nun umgesetzt wurden und bei deren Missachtung Geldbußen drohen.
 
Das Naturreservat ist außerdem Kandidat für den Weltnaturerbetitel.

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NABU, GRD und GSM kritisieren schleswig-holsteinische Initiative als vorschnell

Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins wurde auf der Herbst-Agrarministerkonferenz der Länder und des Bundes am 28. Oktober beschlossen, dass in den nach EU-Recht geschützten Natura 2000-Gebieten der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands die Fischerei nur dann eingeschränkt werden solle, wenn diese einen erheblichen negativen Einfluss auf den Erhaltungszustand relevanter Habitate, Lebensräume und Arten hat. Die Naturschutzverbände NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM kritisieren diesen Vorstoß als ungerechtfertigten, verfrühten Freibrief für die Fischerei.
 Nach Auffassung der Verbände lässt sich die Nicht-Erheblichkeit von fischereilichen Eingriffen in den Natura 2000 Gebieten der Nord- und Ostsee nach der heutigen Datenlage kaum belegen. Es solle aber offensichtlich durch den jetzigen Beschluss der heutige Zustand festgeschrieben werden, statt Anreize zur Verwendung von alternativen Fischereimethoden in Schutzgebieten zu geben. In der Ostsee verenden nach wissenschaftlichen Schätzungen jedes Jahr über 100.000 Seevögel in Fischereinetzen. Aus Totfunderhebungen bei Schweinswalen wird deutlich, dass allein in der deutschen Ostsee jedes Jahr mindestens 70 Schweinswale als unerwünschter Beifang in Grundstellnetzen sterben.
 Die betroffenen Natura 2000-Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie wurden bereits 2007 von der Europäischen Kommission anerkannt und dienen explizit dem Schutz bedrohter Arten wie Schweinswal, Stern- und Prachttaucher oder Eisente, allesamt durch den ungewollten Beifang oder die negative Auswirkungen der Fischerei auf ihren Lebensraum beeinträchtigt. Den Vorschlag des von Thünen-Instituts (vTI), zum Schutz der Schweinswale Stellnetze mit Pingern auszustatten, lehnen die drei Naturschutzverbände dabei vehement ab. „Ein aktives Vertreiben von Schweinswalen aus den für sie eingerichteten Schutzgebieten unter Lärmeinsatz konterkariert hier die Ziele des europäischen Umweltrechts“, so Ingo Ludwichowski, NABU Landesgeschäftsführer in Schleswig-Holstein.
 Bereits heute gibt es Fischfangmethoden, die weder Seevögel noch Schweinswale gefährden müssen. NABU, GSM und GRD haben in ihrer Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“ entsprechende Vorschläge erarbeitet. In der Ostsee stellen beköderte Fischfallen, Jiggermaschinen oder Langleinen eine umweltverträgliche Alternative zur Grundstellnetzfischerei dar. Die Relevanz dieser Studie wird auch vom internationalen Kleinwalabkommen ASCOBANS anerkannt.
 Gegen die Forderung, neue wissenschaftliche Erkenntnisse einzubeziehen, sei generell nichts einzuwenden. Jedoch müssten die Länder dann auch entsprechende Forschungsmittel und -kapazitäten zur Verfügung stellen, um die Situation bewerten zu können. Derzeit wird nur ein Bruchteil der Schweinswal-Beifänge gemeldet, wie die hohe Zahl an Totfunden an Schleswig-Holsteins Küsten vermuten lasse. Eine Zuordnung der Strandfunde mit „Netzmarken“ zur Fischerei in oder außerhalb von Schutzgebieten sei überhaupt nicht möglich. Auch Vogelbeifang würde von den Behörden nicht systematisch erfasst. Unabhängige Beobachter an Bord der kleinen Kutter in der Küstenfischerei seien nicht vorgesehen und gegen eine Kameraüberwachung gibt es massive Vorbehalte.
 Weiterhin fehlen Angaben zu Zeit und Häufigkeit der fischereilichen Nutzung innerhalb wie außerhalb von FFH- und Vogelschutzgebieten sowie Angaben zu Art und Menge der dabei verwendeten Fischereigeräte, wie Nachfragen des NABU im Ministerium ergaben. „Ohne Daten gibt es damit kein Problem und somit keinen Handlungsbedarf in den Fischereibehörden“, bringt Ingo Ludwichowski diesen Missstand auf den Punkt.
 Aus unseren persönlichen Erfahrungen mit einigen schleswig-holsteinischen Fischern wissen wir, dass sie sehr bemüht sind, Beifänge von Enten und Walen zu vermeiden.“ Warum aber werden dann Beifänge einfach über Bord geworfen, statt sie zu melden? Mit Transparenz und gegenseitigem Vertrauen wäre es möglich, gemeinsam nachhaltige Fischereiformen für Naturschutzgebiete weiter zu entwickeln, die dem Anspruch von Fischern, dem Ministerium und Naturschützern gerecht werden.
PDF-Download der Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“:
http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf

 

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Die vergessenen Delfine Afrikas - Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik

München, 26.10.2011 – Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat, ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik. DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der Küste bei Ponta do Ouro lebenden Buckeldelfine, Großen Tümmler und Spinnerdelfine ein. Um das Überleben der gefährdeten Meeressäuger dort langfristig zu sichern, erhält DCA jetzt Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).Die unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegene Küste von Ponta do Ouro ist sehr beliebt bei Touristen aus Südafrika. Doch die von dort aus operierenden Veranstalter gehen oft völlig rücksichtslos vor, um ihren Gästen möglichst nahe Delfinkontakte zu ermöglichen. „Der ausufernde Tourismus droht, die Delfine aus ihren Lebensräumen zu vertreiben“, befürchtet GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Mit der Etablierung von Regeln für sanftes "Whale Watching" setzt sich DCA dafür ein, dass der Tourismus-Wildwuchs die Tiere nicht aus ihren Lebensräumen vertreibt.
 Erstmalig in Deutschland: Patenschaften für Delfine aus Mosambik
Gemeinsam mit DCA bietet die GRD jetzt Patenschaften für mosambikanische Delfine an, um das Schutzprojekt zu finanzieren. Die Meeressäuger werden von DCA regelmäßig beobachtet und ihre Lebenswege können so jahrelang nachverfolgt werden. So kennt DCA das Weibchen "Bo" – einen Großer Tümmler – bereits seit 1999. Damals stand sie kurz vor der Geschlechtsreife, inzwischen hat "Bo" zwei Junge: "Thai", ein 2004 geborenes Weibchen, sowie die 2009 geborene "Bella".
 Ein echter Exot unter den Patendelfinen ist "Herme", ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Er kam Anfang 2006 zur Welt und zieht häufig gemeinsam mit Großen Tümmlern umher. „Wir hoffen, viele Menschen für die Übernahme einer Patenschaft für einen der vergessenen Delfine aus Afrika begeistern zu können, denn nach wie vor spielt Delfin- und Meeresschutz in Afrika leider noch eine sehr untergeordnete Rolle“, erklärt Ulrich Karlowski.
 Alle Paten erhalten eine schöne persönliche Urkunde mit einem Foto "ihres" Delfins, Informationen über das Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin "Delphinpost“. Weitere Informationen unter: www.paten-delfine.de

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Edeka: Der Skandal geht weiter

GRD: Der Skandal um den bei EDEKA erhältlichen „delfintödlichen“ Dosenthunfisch weitet sich aus. Nach Recherchen der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) ist der Verkauf der vom WWF-Deutschland als ökologisch unbedenklich empfohlenen Ware in den USA verboten, weil sie die strengen US-Vorgaben für „delfin-sicher“ gefangenen Thunfisch nicht erfüllt.
„Während die Menschen in den USA vor diesem Lebensmittel per Gesetz geschützt sind, wird deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine minderwertige, mit brutaler Tierquälerei und dem Tod unzähliger Delfine erkaufte Ware untergeschoben“, erklärt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski.Beim Fang des von EDEKA verkauften Thunfisches sterben jedes Jahr mehrere Hundert Delfine. Allein 2009 betrug die Todesrate nach offiziellen Angaben 1300 Delfine. Umweltschützer und viele Experten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus.
Die GRD wertet dieses als massive und moralisch verwerfliche Verbrauchertäuschung und rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab.
Zum Hintergrund:
Der von EDEKA verkaufte Delfinkiller-Thunfisch stammt von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien.
Angeblich wurde die EDEKA-Thunfischware nach den Vorschriften des vermeintlichen "Delfinschutzprogramms" (AIDCP) der Fischereikommission IATTC gefangen. Allerdings ist Kolumbien noch nicht einmal vollwertiges Mitglied dieses Programms, das vom Earth Island Institute und der GRD und anderen namhaften Umweltorganisationen ohnehin nie als Delfine schützend anerkannt wurde, weil der Tod und die Quälerei von Delfinen billigend in Kauf genommen wird.
 Gemäß geltender US-Gesetze erfüllt „Seatech International“ die Vorgaben dieses Label nicht in ausreichendem Maße. Mit der Folge, dass ein Import in die USA derzeit nicht möglich ist.Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen. Die Fischer nutzen dies, indem sie gezielt Delfinschulen bis zur völligen Erschöpfung hetzen, sie dann in die Netze treiben und den unter den Delfinen kreisenden Thunfischschwarm mit Ringwadennetzen abzufischen.
Die GRD wertet diese Fangmethode als brutale Tierquälerei.
Gemäß den Vorgaben der der Fischereikommission IATTC sollen die Delfine nach dem Abfischen des Thunfischschwarms zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der Treibjagd erlittenen Verletzungen sterben. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass sich die für den EDEKA-Thunfisch angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt.

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Fukushima: Das stumme Leiden der Wale

Der sogenannte Fukushima-Effekt hat viele Facetten. Bereits sind auch Wale Opfer radioaktiver Verstrahlung geworden. Diese tragische Folge der japanischen Atom-Katastrophe sollte an der jährlichen Internationalen Walfang-Konferenz IWC zu reden geben. Dafür wird sich OceanCare einsetzen. An der Tagung, die vom 11. bis 14. Juli auf der Insel Jersey stattfindet, ist OceanCare als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation mit Beobachter-Status vertreten.
Am kommenden Montag, exakt vier Monate nach dem Erdbeben, das einen verheerenden Tsunami vor Japans Ostküste zur Folge hatte, beginnt auf der Kanal-Insel Jersey die viertägige IWC-Konferenz. Die Delegierten der Mitgliedsländer – auch die offizielle Schweiz ist vertreten – sind in zwei Lager gespalten: Sie wollen einerseits das bestehende Walfang-Verbot verteidigen, andererseits neue Fang-Quoten aushandeln. Sigrid Lüber, Präsidentin der Tier- und Umweltschutzorganisation OceanCare, kämpft seit zwanzig Jahren mit geduldiger Beharrlichkeit und diplomatischem Geschick für den Schutz dieser Meeressäuger.
Doch was hat dies mit Fukushima zu tun? Viel – leider sehr viel…
Radioaktives Wasser verstrahlt Wale
Ende April 2011 wurden vor der Küste der nordjapanischen Insel Hokkaido, rund 650 Kilometer nordöstlich des havarierten Atom-Meilers, zahlreiche Zwergwale gefangen und getötet. Im Fleisch von zwei Tieren wurde eine Verstrahlung von 31 bzw 24.3 Becquerel nachgewiesen. Japanische Wissenschaftler bestätigten, dass diese Kontaminierung als direkte Folge der Fukushima-Katastrophe gedeutet werden muss: Während und nach der Katastrophe sind enorme Mengen von radioaktiv verstrahltem Wasser ins Meer geleitet worden. Damit steht fest, dass Wale – und auch zahllose andere Meeresbewohner – direkt von den Folgen des atomaren Desasters betroffen sind.Seit einem Vierteljahrhundert hält Japan am Walfang fest und rechtfertigt dies mit dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschung. Neben vielen Grosswalen töten japanische Walfänger und Küstenfischer jährlich auch rund 20 000 Kleinwale und Delphine. Sie begründen die blutige Tradition mit dem Argument, dass diese kleineren Meeressäuger nicht unter dem Schutz der IWC stehen – ein Vorwand, den OceanCare, nicht gelten lässt. „Wale sind Wale“, argumentiert Sigrid Lüber. „Die Unterscheidung in Klein- und Grosswale muss aufgehoben werden, denn allen Walen steht derselbe Anspruch auf Schutz zu.“ Auch die offizielle Schweiz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Kleinwale und Delphine ebenfalls in den Kompetenzbereich der IWC aufgenommen werden.
„Wildfang ist Walfang mit verzögerter Todesfolge“
Besonders grausam ist das Schicksal jener Delphine, die alljährlich in eine Bucht beim Fischerdorf Taiji zusammengetrieben und gnadenlos abgeschlachtet werden. Nur wenige überleben das blutige Massaker, das im Film „The Cove“ – er wurde vor einem Jahr mit einem Oscar ausgezeichnet – dokumentiert wurde. Diese Tiere werden an die weltweite Delphinarien-Industrie verkauft – und fristen für den Rest ihres Lebens ein jämmerliches Dasein in Gefangenschaft. Sigrid Lüber: „Für jene Delphine, welche die Strapazen der brutalen Gefangennahme und den Transport ins Delphinarium überleben, beginnt ein Martyrium, das alles andere als artgerecht ist. Solche Wildfänge sind nichts anderes als Walfang mit verzögerter Todesfolge. Deshalb fordern wir, dass die IWC auch für Kleinwale und Delphine zuständig sein soll und damit auch die entsprechenden Fangmethoden regelt, kontrolliert – und letztlich unterbindet.“
Die japanische Walfangtradition ist längst nicht mehr profitabel – und stellt mittlerweile ein gravierendes Risiko für die Menschen dar: Im Fleisch der Wale, die am Ende der marinen Nahrungskette stehen, reichern sich Giftstoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei in hohen Dosierungen an. Doch die japanische Bevölkerung wird immer bewusster und skeptischer; die Nachfrage nach dem einst als Delikatesse geschätzten Walfleisch bricht allmählich zusammen. Deshalb wird das Walfleisch bereits gratis in Schulen und Altersheimen abgegeben – mit fatalen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.
Wird Japan aus Fukushima lernen?
Seit Fukushima leiden die Wale vor Japans Küsten – und auch in vielen anderen Meeresregionen – nicht mehr nur unter extensiver Bejagung und zunehmender Vergiftung; sie müssen nunmehr auch die radioaktive Verseuchung ihres Lebensraumes ertragen. Dabei sind letztlich auch jene Menschen betroffen, die das vergiftete und neuerdings verstrahlte Fleisch auf dem Teller vorfinden.
Welche Folgen wird dieser „Fukushima-Effekt“ für die IWC haben? Wird das von multiplen Katastrophen gebeutelte Land die sinnlose und grausame Tradition des Walfangs beenden? Man sollte meinen, dass die japanische Regierung aus Fukushima gelernt hat, sich die längst unrentable Waljagd nicht mehr leisten kann, sich auf die Behebung der enormen Schäden und den Wiederaufbau konzentriert und endlich zur Besinnung kommt.
Doch Sigrid Lüber bleibt skeptisch: „Es ist zu befürchten“, sagt die OceanCare-Präsidentin, „dass Japans Vertreter auf ihrer alten Forderung, den Walfang auf die Küstengebiete auszudehnen, bestehen. Ich vermute, dass Sie als Opfer der Atom-Katastrophe auf den Mitleid-Bonus spekulieren und versuchen werden, den Walfang auszubauen und die Quoten zu erhöhen. Dagegen werde ich mit allen rechtlichen Mitteln ankämpfen – den Walen zuliebe. Aber auch im Interesse der japanischen Bevölkerung.“

www.oceancare.org

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Tödlicher Thunfisch!

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) warnt vor „delfintödlichem“ Dosenthunfisch, der in deutschen EDEKA-Filialen verkauft wird. Beim Fang der in den Dosen verarbeiteten gefährdeten Gelbflossen-Thune sterben jedes Jahr über Tausend Delfine. Nach offiziellen Angaben starben allein 2009 etwa 1300 Delfine beim Fang der jetzt auch bei EDEKA erhältlichen Thunfischware, wobei Umweltschützer und viele Experten von einer weit höheren Dunkelziffer sprechen.
 „Besonders fatal für die Glaubwürdigkeit aller Ökolabel und Lebensmittelzertifizierungsprogramme ist, dass dieser Thunfisch vom WWF als ökologisch unbedenklich empfohlen wird“, erläutert Ulrike Kirsch, Leiterin des SAFE-Thunfischkontrollprogramms der GRD. „EDEKA und WWF machen sich mitschuldig am grausamen Beifangtod unzähliger Delfine“.Die bei EDEKA unter dem zynischen Motto „für einen transparenten Einkauf mit gutem Gewissen“ firmierenden Produkte sind angeblich mit „weniger Beifang und bestandserhaltend“ gefangen“. Die GRD wertet dies als massive Verbrauchertäuschung. In Wahrheit stammt der Delfinkiller-Thunfisch von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien.
„Hier wurden und werden Delfine ganz gezielt gequält und getötet“, so Ulrike Kirsch. „Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet wird.“ Die GRD rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab.
Zum Hintergrund:
Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen, das die Fischer ausnutzen, indem sie gezielt Delfinschulen jagen und einkreisen. Nach Informationen des amerikanischen Earth Island Institute (EII) soll dabei sogar Dynamit zum Einsatz kommen. Die EDEKA-Thunfischware wurde nach den Vorschriften des weltweit weitgehend geächteten, weil „delfintödlichen“, AIDCP-APICD-Labels der Fischereikommission IATTC gefangen. Gemäß der Vorgaben der IATTC-Fischereikommission sollen die Delfine zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der „Treibjagd“ erlittenen Verletzungen sterben.
Früher ließ man die Delfine einfach in den Netzen sterben. Von diesen Massakern haben sich die Bestände bis heute nicht erholt. Wissenschaftler sehen den Grund dafür auch darin, dass sich die jetzt angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt.
 Unter dem Internationalen Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE, das weltweit vom EII und in Deutschland von der GRD umgesetzt wird, ist das Setzen von Netzen um Delfine strikt verboten. In den USA darf derart gefangener Thunfisch per Gesetz nicht als „delfinfreundlich gefangen“ ausgezeichnet werden. „Es ist ebenso abstrus wie skandalös, dass EDEKA und WWF diese Fischfangmethode jetzt als eine der umweltschonendsten im östlichen Pazifik bezeichnen“, sagt Ulrike Kirsch. „Auf meinen Weltumsegelungen haben mich immer Delfine begleitet. Diese Lebewesen waren meine Freunde, haben mir einmal sogar das Leben gerettet. Deshalb fühle ich eine innere Verpflichtung, ihnen zu helfen. Ich appelliere an die Verbraucher durch ihr umsichtiges Verhalten, unseren Einsatz zur Rettung der Delphine zu unterstützen", appelliert der dreifache Weltrumsegler und Gründer der GRD, Rollo Gebhard.Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

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Delfine – bitte melden!

So viele Delfine auf einmal habe ich noch nie gesehen. Einer sprang 50 m hinter unserem Boot sehr hoch 3 bis 5 Mal aus dem Wasser!“, berichtet ein begeisterter Bootsfahrer, der sich nur etwa 150 m vor der kroatischen Adriaküste im Velebitkanal plötzlich von 30 bis 40 Tieren „umzingelt“ sah. Zwar hat man nicht immer das Glück, bei Bootsausfahrten auf die geselligen Meeressäuger zu treffen. Dennoch bittet die GRD auch dieses Jahr wieder alle Kroatienreisenden, aufmerksam nach Walen und Delfinen Ausschau zu halten und ihre Beobachtung der GRD zu melden.
 
Die Daten werden im Rahmen des GRD-Projekts zur Rettung der letzten ca. 220 Adria-Delfine gesammelt und fließen in Erhebungen und Analysen ein, die für die Internationale Walfangkommission (IWC) von den Mitgliedsländern aufgestellt werden. Sie sind Teil der Bewertungsgrundlage für Maßnahmen, um bedrohte Delfinbestände zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.
 
Bei welliger Wasseroberfläche und wenn Delfine gerade nicht in Springlaune sind, kann man sie leicht übersehen. Dann erscheinen höchstens die Rückenfinne und ein Teil des Rückens, wenn sie zum Atmen an die Oberfläche kommen. Doch ihre dunkle Körperfärbung ist auch gute Tarnung – oft genug entpuppt sich das „dort ist ein Delfin“ dann leider nur als trügerisches Schattenspiel der Wellen.
 
Man muss nicht in See stechen, oft halten sich die geschickten Schwimmer auch dicht an der Küste auf, wie die Analysen der letztjährigen Sichtungsmeldungen zeigen. „Bei unserem Frühstück auf der Terrasse unseres Hotels konnten wir jeden Morgen Delfine in der Bucht beobachten“, berichtete beispielsweise ein Tourist aus Makarska, einer Hafenstadt nahe Split.
 
Die Urlauber sind auch aufgefordert, Funde von gestrandeten oder toten Meeressäugern zu melden. Nur so können sofortige Rettungsmaßnahmen eingeleitet bzw. der Kadaver auf die Todesursache hin untersucht werden. Dies hilft beispielsweise bei Aufdeckung und Verfolgung der leider in Kroatien noch immer praktizierten illegalen Dynamitfischerei.
 
Meldebogen und Hinweise zum korrekten Verhalten bei Begegnungen mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn können im Büro der GRD angefordert oder online abgerufen werden: www.adriadelfine.de

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Schweinswale in der Ostsee – äußerst bedroht!

Am 15. Mai 2011 ist „Internationaler Tag des Ostsee-Schweinswals“ – wie an jedem dritten Sonntag im Mai. Doch der Tag zu Ehren des „Kleinen Tümmlers“, wie der einzige in der Ostsee heimische Wal auch heißt, ist auch 2011 kein Tag zum Jubeln. Obwohl unter dem Kleinwale-Abkommen (ASCOBANS) seit über 10 Jahren ein Rettungsplan (Jastarnia Plan) existiert, nehmen seine Bestände weiterhin ab. Dramatisch ist der negative Trend schon länger in der Zentralen Ostsee (östlich von Rügen), wo es nur noch zwischen 100-400 Individuen gibt. Die Naturschutzunion IUCN musste den Bestand 2008 als „critically endangered“ (vom Aussterben bedroht) einstufen. Alarmsignale kommen jetzt auch aus der „Beltsee“ (Kattegat, Belte, Sund und Westliche Ostsee), wo der kleine Wal mit der runden Schnauze, z.B. im Kleinen Belt, noch relativ häufig gesichtet wird. Doch der Schein trügt, der Kleine Belt ist ein Hot Spot. Neueste dänische Forschungsergebnisse zeigen für die Beltsee-Population einen dramatischen Bestandszusammenbruch von 27.800 auf 10.900 Tiere zwischen 1994 – 2005. Das entspricht einer Abnahme von über 60% in nur elf Jahren. Als Basis für die Untersuchungen dienten Zählungen im Rahmen von „SCANS I“ und „SCANS II“(Small Cetaceans in the European Atlantic and North Sea), die von der Wissenschaftlerin Signe Sveegaard erneut unter die Lupe genommen worden sind. Danach geht es auch dem Schweinswal zwischen Rügen und Flensburg schlecht. Er könnte auch in der Westlichen Ostsee bald aussterben, wenn die Mitgliedsstaaten die Schutzbestimmungen von ASCOBANS nicht endlich umsetzen. Als größte Bedrohung und wahrscheinlichste Rückgangsursache wurde von der Jastarnia-Arbeitsgruppe der Beifang in der Fischerei identifiziert. Obwohl kein Fischer heutzutage Schweinswale fangen will, sterben (versehentlich) mehr Wale in Fischernetzen als geboren werden.
Bereits vor zwei Jahren hat die Bundesregierung in drei ASCOBANS-Dokumenten Forschungsergebnisse vorgestellt, die einen Beifang-Anteil von mindestens 47% aller an der deutschen Ostseeküste tot aufgefundener Schweinswale belegen. Das bedeutet, dass pro Jahr zwischen 2-8% des heimischen Schweinswal-Bestandes in Fischernetzen umkommen. Im Rahmen ihres Projektes „Wassersportler sichten Schweinswale“ registriert die GSM nicht nur Lebendsichtungen von Schweinswalen, sondern auch Totfunde. Die erschreckende Bilanz: Pro Jahr werden bis zu 170 Schweinswal-Kadaver allein an deutschen Ostseestränden gefunden – 2010 waren es 138. Das kann kein Bestand verkraften.Wie alle ASCOBANS-Mitgliedsländer, hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, ab einer Beifangrate von 1,7% (des Bestandes pro Jahr ), Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um ein Aussterben der Schweinswale in der Ostsee zu verhindern. Bislang ist nichts geschehen. Auch nach der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) der EU von 1992 ist der Schweinswal eine der am strengsten zu schützenden Arten (Anhang II und IV). Dennoch existieren die zu schaffenden Schutzgebiete Deutschlands in Ost- und Nordsee nur auf dem Papier – ohne jegliche Relevanz für den Schutz der bedrohten Meeressäugetiere. Stellt sich die Frage: Wie lange noch wollen sich die Bundesregierung und die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern solche unverantwortliche Untätigkeit leisten?

 

Ansprechpersonen: Dr. Stefan Bräger 03831 2650 303,  Petra Deimer-Schütte 04106 4712

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Mit vollen Segeln für den Schutz der Delfine - Auf den Spuren eines Weltumseglers

München, 19.04.2011 – Es ist nicht gleich die ganze Welt, die sie umrunden wollen. Doch ein wenig segeln Dagmar und Klaus Quanz schon auf den Spuren der Seglerlegende Rollo Gebhard, der die Welt gleich dreimal umsegelte und 1991 die Gesellschaft zur Rettung der Delphine gründete. Ihr fast halbjähriger Törn führt das Ehepaar aus dem hessischen Frielendorf und ihre Yacht „RuckZuck“ kreuz und quer übers Mittelmeer. Genau dort, wo einst Rollo Gebhard vor über 50 Jahren in einer 5m-Jolle seine ersten größeren Fahrten wagte. Und wie er, wollen sich Dagmar und Klaus Quanz unter vollen Segeln und mit viel Herzblut für einen besseren Schutz der im Mittelmeerraum zum Teil stark bedrohten Delfine einsetzen. Beide unterstützen seit vielen Jahren die GRD und so ist es für sie als Segler und Taucher selbstverständlich, auf die Not der Meeressäuger aufmerksam zu machen.Am 29. April heißt es für die Quanz‘ in Aquileia, Italien, „Leinen los“. Von dort geht es Richtung Süden in kroatische Gewässer bis zur norddalmatinischen Insel Molat, wo die 9,10 m lange und 2,90 breite Yacht vom Typ „Granada910“ einen Zwischenstopp einlegen wird. „Auf diese Insel freuen wir uns besonders, weil wir neugierig sind, wie weit das zukünftige GRD-Delfinschutzzentrum gediehen ist“, erklärt Klaus Quanz. Im März begannen erste Sanierungsarbeiten an dem renovierungsbedürftigen Gebäude, das bereits im Sommer als Basis für die Feldarbeit genutzt werden und nächstes Jahr auch für den Publikumsverkehr öffnen soll.Bei ihren Zwischenstopps in kroatischen Häfen werden die beiden über das GRD-Schutzprojekt zur „Rettung der letzten Adria-Delfine“ informieren und Filme zeigen. Von Molat aus segeln sie nach Italien, durchqueren griechische Gewässer und legen in Volos eine kurze Sommerpause ein, bevor es Ende August über Apulien zurück an die kroatische Küste geht. Von Dubrovnik über Zadar heißt es Kurs Nord, bis sie dann Anfang Oktober wieder im Heimathafen Aquileia einlaufen.„Dieser etwas längere Törn bietet uns die Möglichkeit, aktiv Einfluss zu nehmen und Bootseigner und Chartercrews zu sensibilisieren und auf die Gefahren für die Meeressäugern hinzuweisen. Das werden wir während unserer Reise, vorrangig in der Adria, versuchen”, erklärt Klaus Quanz.
 Aktuelle Informationen zum Törn können auf der GRD-Website mit verfolgt werden. Die Delfinschützer Dagmar und Klaus Quanz freuen sich auf Ihren Besuch an Bord der RuckZuck!
 
Zum Hintergrund:
Nur noch etwa 220 Große Tümmler (Tursiops truncatus) leben in der kroatischen Adria. Es sind die letzten Meeressäuger, die dort ganzjährig zu finden sind, nachdem die Mönchsrobbe (Monachus monachus) and der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) in der Adria ausgestorben sind. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für die kleine, in den kroatischen Küstengewässern residente Delfinpopulation das Aus bedeuten. Obwohl die Meeressäuger seit 1995 gesetzlich geschützt sind, sterben noch immer 50% durch menschliche Einflüsse, wie Beifangtod in Fischernetzen, Überfischung, direkte Jagd und rücksichtsloser Wassermotorsport.

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Osterdelfin anstatt Osterhase

Überraschen Sie Ihre Liebsten zu Ostern doch einmal anders, zum Beispiel mit einem „Dobro Jutro“, Guten Morgen auf Kroatisch, oder mit einer „Queen“, Königin. So heißen zwei der insgesamt 29 Großen Tümmler aus Schutzprojekten der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), für die eine Patenschaft übernommen werden kann.
Obwohl sie einen für den Menschen eher schwierig zu erkundenden Lebensraum bewohnen und sich innerhalb einer Art sehr ähnlich sehen, können einzelne Delfine tatsächlich auseinandergehalten werden. Und zwar an ihrer Rückenfinne, die aufgrund von Form und Markierungen so einzigartig ist wie der Fingerabdruck beim Menschen. Die Finnen werden fotografiert und katalogisiert und ermöglichen es den Wissenschaftlern, Einblicke in das Leben dieser intelligenten Meeressäuger zu bekommen. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Schutzmaßnahmen.Diese sind dringend nötig. Während das Leben des peruanischen Delfinweibchens „Queen“ und seiner Familie durch Dynamitfischerei und Lebensraumzerstörung gefährdet ist, kämpfen „Dobro Jutro“ und seine Artgenossen in Kroatien als letzte Überlebende der einst so zahlreichen Adria-Tümmler gegen den Beifang-Tod im Fischernetz und andere menschengemachte Gefahren.Für die bedrohten Tiere bietet die GRD unter www.paten-delfine.de individuelle Delfinpatenschaften an. Die symbolischen Patenschaften sind konkrete Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt. Für nur 50 Euro im Jahr kann man sich so direkt für den Schutz der Meeressäuger einsetzen und gleichzeitig seine Liebsten mit einem außergewöhnlichen Ostergeschenk überraschen. Die Einnahmen fließen in die GRD-Schutzprojekte in Kroatien und Peru. Die Paten erhalten eine schöne, auf ihren Namen ausgestellte Urkunde, ein Foto "ihres" Delfins, einen tollen Delfin-Pin zum Anstecken, Informationen zum jeweiligen Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin „Delphinpost“.

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Schweinswale in der Weser: immer noch ein Rätsel - Walbeobachter gesucht!

 25.03.2011 München – Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) sucht dieses Jahr wieder aufmerksame Beobachter, damit das Rätsel um die Schweinswale in der Weser endgültig gelöst werden kann.
„Seit 5 Jahren schwimmen die bis zu 1,50 Meter großen, grauen Meeressäuger jedes Frühjahr die Weser flussaufwärts, manchmal sogar die 65 Kilometer bis nach Bremen“, so die Biologin Denise Wenger von der GRD. Vermutlich folgen sie attraktiven Futterquellen, Fischarten wie Finte, Stint oder Hering, die aus der Nordsee zum Ablaichen in die großen Flüsse kommen. Einen Anhaltspunkt für diese These bieten die Daten der vor einem Jahr im Fluss installierten Hydrophone (Unterwassermikrophone, sog. Klickdetektoren), die die Ultraschalllaute der Schweinswale aufzeichnen. „Eindeutige Lautfolgen („click trains“) für Futtersuche und Kommunikation wurden bei der Auswertung gefunden“, so der Schweinswalexperte Sven Koschinski.
Aber noch weiß man nicht genau, wie viele dieser heimischen, geschützten Kleinwale sich in der Weser aufhalten, was sie eigentlich hier tun und welche Bedeutung die verschiedenen Weserabschnitte für die Meeressäuger haben. Deshalb bittet die Projektleiterin Denise Wenger dieses Jahr besonders alle Segler, Bootsfahrer, Fischer, Anwohner und Osterurlauber, die auf oder an der Weser unterwegs sind, sich ein wenig Zeit für „Whale Watching“ zu nehmen und nach den Kleinen Tümmlern Ausschau zu halten.
Nur wenn wir mehr über die Lebensgewohnheiten unserer einzigen heimischen Wale wissen, können sie gezielt geschützt werden.
Schweinswal-Beobachtungen bitte melden: telefonisch an 089-741 604 10 oder per E-Mail unter info@delphinschutz.org oder mithilfe eines Meldebogens unter www.weserwale.de

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Besucher von eigens eingerichteter Webseite können bis zu 60.000 Euro u.a. an das GRD-Projekt „Rettung der letzten Adria-Delfine“ verteilen

Seit dem Erscheinen der Sommerkataloge 2011 verteilt JAHN REISEN 60.000 Spendencodes, mit denen Kunden und Besucher auf einer eigens eingerichteten Website über die Vergabe von Spenden in einer Gesamthöhe von 60.000 Euro entscheiden können. Jeweils einen Euro pro Code spendet JAHN REISEN an das GRD-Projekt zur Rettung der letzten Adria-Delfine, die Piyawara Outreach Foundation oder die Tierhilfe Fuerteventura. Unter allen Teilnehmern verlost der Veranstalter 20 Urlaubsreisen. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) begrüßt das Engagement von JAHN REISEN und freut sich besonders, dass eines ihrer Delfinschutzprojekte für die Spenden- und Gewinnaktion ausgewählt wurde: das Projekt zur Rettung der letzten Adria-Delfine: www.jahnreisen.de/spendenaktion 
Nur noch 220 Große Tümmler leben ganzjährig in den Küstengewässern der kroatischen Adria. Es sind die letzten Überlebenden eines einst zahl- und artenreichen Delfinbestandes. Meeresverschmutzung, Überfischung und direkte Tötung sind verantwortlich für den drastischen Schwund der charismatischen Meeressäuger. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für diese kleine Restpopulation das Aus bedeuten. Umso schwerer wiegen menschliche Einflüsse, die bei etwa 50 % der Delfine die Todesursache ausmachen.
 Ziel des unter der Schirmherrschaft des kroatischen Umweltministeriums stehenden deutsch-kroatischen Gemeinschaftsprojekts ist der langfristige Erhalt und die Bestandsverstärkung der verbliebenen 220 Großen Tümmler sowie der Schutz ihres Lebensraums. Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung von Bevölkerung und Touristen für den Delfinschutz, Überwachung und Umsetzung bestehender Schutzbestimmungen sowie Langzeitstudien in Labor und Freiland u.a. zur Erforschung populationsdynamischer Prozesse gehören zu den Projektmaßnahmen. Die Rettung von in Not geratenen Delfinen, die Einrichtung von Schutzgebieten und der Aufbau eines Delfinschutzzentrums auf der Insel Molat in Mitteldalmatien sind weitere wichtige Vorhaben.
 „Eine intakte Natur, sehenswerte Kulturdenkmäler und gesunde soziale Strukturen machen Charme und Qualität eines Urlaubslandes aus und sichern seine Zukunft“, betont Sören Hartman, Sprecher der Geschäftsführung der REWE Touristik. „Mit dem Erscheinen der Sommerkataloge 2011 verstärkt JAHN REISEN sein Engagement weiter.“

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Ein Stück Leben schenken:Eine Delfinpatenschaft zu Weihnachten 5.12.2010

Sie heißen "Vitali", "Munja" oder "Shine" und leben weit entfernt voneinander in den Gewässern vor Peru und Kroatien. Diese Großen Tümmler werden einander nie begegnen und teilen doch ein Schicksal: Ohne die Hilfe mitfühlender Menschen ist ihr Überleben und das ihrer Artgenossen gefährdet.
Für die bedrohten Tiere bietet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) unter www.paten-delfine.de individuelle Delfinpatenschaften an. Diese symbolischen Patenschaften sind konkrete Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt.
Für nur 50 Euro im Jahr kann man sich so direkt für den Schutz der Meeressäuger einsetzen und außerdem seine Liebsten mit einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk überraschen. Die Einnahmen fließen in die GRD-Schutzprojekte in Kroatien und Peru.
Alle Paten erhalten eine schöne, auf ihren Namen ausgestellte Urkunde, ein Foto "ihres" Delfins, Informationen zum jeweiligen Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin Delphinpost.
 Während das Leben von "Vitali" und seiner Familie in Peru durch illegale Jagd und Dynamitfischerei gefährdet ist, kämpfen "Munja" und seine Artgenossen als letzte Überlebende der einst so zahlreichen Adria-Tümmler gegen den Beifang-Tod in Fischernetzen.

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