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Dänemark, Kleiner Belt, Tauchspot Middelfart
Da im Kattegatt der Salzgehalt
der Ostsee 2 % beträgt, war ich auf Tauchgänge in Dänemark besonders gespannt. Vor Fehmarn, zum Beispiel, hat die Ostsee einen Salzgehalt von 1 % und die
Unterwasserwelt ist doch als etwas spärlich anzusehen. Außer Schollen gibt es in der deutschen Ostsee nur noch wenig Fisch. „Fahr zum Kleinen Belt, nach
Dänemark“, riet mir ein Tauchfreund.
Eines Morgens ging die Fahrt in den hohen Norden. Wir wollten uns mit Tauchfreunden unseres Clubs auf einem
Campingplatz bei Ronaes treffen. Ronaes liegt hinter Kolding, auf der Strecke Richtung Odense. Der Campingplatz liegt an einem Fjord des Kleinen Belt, der zum
Tauchen zu flach ist. Getaucht wird an verschieden Plätzen. Wir wollten bei Middelfart unter der Eisenbahnbrücke, die über den Belt führt, tauchen. Die etwa 10 km
lange Fahrt war schnell zurückgelegt und mit Blick auf den Belt packten wir unser Gerödel aus dem Wagen. Ich richtete meine Kamera und wenige Minuten später standen
wir am Wasser, das hier wie ein Fluss wirkt. Vorher waren wir vor der Strömung gewarnt worden. Der Einstieg war an dieser Stelle sehr leicht. Über feinen Kies ging
es ins Wasser und wenige Meter später hatte ich Blick auf den Sandgrund. Es wimmelte hier von Strandkrabben. Eine Scholle lag regungslos im Sand. Wenige Meter weiter
begann ein schmaler Gürtel von Seegras. Rasch verschwand ein Butterfisch im Gras und ein Seeskorpion rekelte sich träge auf dem Grund. Das Seegras wurde abgelöst
von Schwämmen und Laminarien. Dazwischen gab es Rotalgen, wie den Roten Horntang, der im Wasser schaukelte. Ostseetypische Muschelbänke sind eine
Selbstverständlichkeit. Rasch waren wir an der 10 m – Grenze angelangt. Dann kamen wir an eine Steilwand an der wir tiefer schwebten. Hier übertraf die
Fauna und Flora alle meine Erwartungen. Im grünlichen Wasser wirkte die Steilwand wie eine Theaterkulisse. Blasse Hornschwämme und gelbe Brotkrumenschwämme, in allen
Formen, verzierten die Wand. Dazwischen klebten Muscheln an der Wand und Seenelken in Rosa und Weiß hatten ihre Tentakel in der Strömung stehen. Diese war übrigens
kaum zu bemerken. Weiße Kleckse bildeten Keulenpolypen. Vor der Steilwand patroullierten Klippenbarsche, wobei es sich um Lippfische handelt.
Viel zu schnell
war die Luft aus der Flasche und wir waren uns nach dem Tauchgang einig, der Weg in den Norden lohnt sich, wir kommen wieder.
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