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Zur boot 2010 brachte Beuchat die Flosse Powerjet als Fersenbandmodell heraus, nachdem sie bereits im Jahr zuvor als Fußteilflosse auf
den Markt gekommen war. Das Modell für Gerätetaucher gibt es in zwei Härtegraden und drei Farben.
Viele moderne und eine altbekannte Technologie fließen in
das Finish der Powerjet – Geräteflosse ein. Immer wieder findet man Öffnungen in Flossenblättern fortschrittlicher Taucherantriebe, man meint ein Relikt der
legendären, gut 30 Jahre alten Jetfin – Flossen umgesetzt zu sehen. Während die Durchflusskanäle der Jetfin bei einem Test der US Navy keinerlei
effizienzsteigernde Wirkung zeigten, sieht es bei Beuchats Powerjet deutlich anders aus. Flossen werden heute nicht mehr aus einem Bauchgefühl heraus gestaltet,
vielmehr werden deren spezifische Eigenschaften mit Hilfe von Computersimulationen und in Strömungsbecken getestet. Der Aufwand, der hier betrieben wird, ist nicht
unähnlich der Entwicklung von Motoren und um Antriebe handelt es sich ja in beiden Fällen. Die mit der Entwicklung einer Flosse beauftragten Konstrukteure haben keine
leichte Aufgabe zu lösen, denn unzählige Patente sichern selbst kleinste Details für die exklusive Nutzung in Produkten des Wettbewerbs. So muss man genau wissen, was
geschützt worden ist und in welche Richtung die Entwicklung nicht gehen kann. Beuchat setzt auf die Kombination dreier unterschiedlich harter – oder weicher
– Kunststoffe, die das Kernstück der Neuentwicklung darstellen. Damit schafft man etwa einen Federeffekt mittels elastisch gerippter Seitenkanäle, was den vom
Bein des Tauchers ausgehenden Kraftaufwand optimiert und verstärkt. Weicheres Material und ein flexibler Einsatz mittig im Blattende erzeugen einen Löffeleffekt, der
zugleich dort auftretende Verwirbelungen reduziert. Verstärkungen im Blatt, die als Öffnungen der beiden Strömungskanäle münden, stabilisieren die Flossenfläche. Die
so genanten Soft – Wasserkanäle unterstützen den Abfluss des vom Flossenschlag verdrängten Wassers. Eine leichte Neigung des Blatts und dessen Verlängerung bis
zur Ferse verbessert die Kraftübertragung. Die verstärkte Oberseite des Fußteils unterstützt die ergonomische Anpassung an den Fuß. Die Sohle wurde profiliert, für
besseren Halt auf glattem Untergrund beim Ein- und Ausstieg. Das Fersenband wurde breit und griffig gestaltet. Die Schnallen des Bandes lassen sich unkompliziert
öffnen und sind drehbar. Soft erledigt man die Längenanpassung des Fersenbands. Als Regular Flex wird die Flosse in einer elastischeren Version für Taucher
mit mittlerer Erfahrung angeboten, für Liebhaber harter Antworten auf den Beinschlag gibt es die Firm – Flex Version. Sie unterscheiden sich äußerlich durch
unterschiedlich gefärbte Rippen: Grau steht für standard, rot für hart.
Praxis
Die Powerjet trägt sich angenehm am Fuß. Das Anlegen geschieht
geradlinig, auch das Öffnen der Schnalle und das Abziehen vom Füßling. Unter Wasser zeigt sie sich nicht auf Schmeichelkurs getrimmt, schon die Standardversion
kommuniziert eine gewisse Härte, die jedoch von Vortrieb belohnt wird. Ob Frogkick oder normaler Flossenschlag, das Blatt reagiert sauber und ohne schwammige Auflösung
der Schlagrichtung. Die verwendeten Kunststoffe stehen für eine erfreuliche Gewichtsbilanz.
Fazit
Die Regular Flex Powerjet kann am besten von
Tauchern getragen werden, die in einem gewissen Training stehen. Ihre leichte Härte spürt man in den Waden. Liebhaber einer im Härtegrad deutlicher wirkenden Flosse
bedient die Version Firm Flex, mit damit verbundenem stärkeren Vortrieb. Hier sollte der User im guten Training stehen. Für € 92,- (uvb.)bekommt man eine fair
kalkulierte, moderne Hochleistungsflosse.
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