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by Herbert Frei 5.01
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Alle Fotos Herbert Frei mit Aquasun Blitzgeräten
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Die in Remscheid ansässige Blitzgerätefirma gehört zu den Kleinen und leider immer noch weitgehend Unbekannten im Land. Viele UW - Fotografen werden deshalb die
innovativen Glanzleistungen des Franz-Josef Günther gar nicht oder nur vom Hörensagen kennen. Herbert Frei führt durch das Blitzgeräteprogramm.
Wer den
meisten Wirbel macht, den kennt man. Die Stillen werden übersehen, und seien sie noch so gut. Seit Jahren bemüht sich Aquasun unverdrossen mit Neuerungen und einem,
sowohl für Einsteiger als auch für Profis zugeschnittenem Programm, um die gesellschaftliche Anerkennung in Taucherkreisen. An der Technik kann es wohl nicht liegen,
denn die in den Canon - Gehäusen des österreichischen Gehäuseherstellers Subal verwendeten Konvertierungsschaltungen (Nikon – TTL -Signale werden auf Canon
– TTL -Erkennung umgeformt) stammen von Aquasun. Erfolge konnte Aquasun beim Balzerkonzern verbuchen. Die mit Nikon - und Canon Spiegelreflexkameras
bestückten Einsteigergehäuse werden mit Aquasun -Blitzgeräten bestückt, vorzugsweise mit dem Einsteiger - Gerät „compact 1000“. Vielleicht spielt das Design beim
Kauf doch die entscheidende Rolle, wie Insider vermuten. Aquasun - Blitzgeräte sind nicht unbedingt schön zu nennen, dafür zweckmäßig. Und sie besitzen etwas, das man
anderswo oft vergeblich sucht: Ehrliche Zahlen, wenn es um die Leistungsdaten geht. Das fängt bei den UW - Leitblenden an und hört beim ominösen Ausleuchtwinkel auf,
der bei einigen Wettbewerbsprodukten so geschönt ist, dass man einen Lachkrampf bekommt, wenn man nur daran denkt. Langjährige Versuche haben gezeigt, dass
Ausleuchtwinkel von 100° und mehr nur mit einer besonderen Reflektorgeometrie möglich sind. Das Frontglas sollte nach Möglichkeit als Linse fungieren. Will man
deutlich über 100° erreichen, muss der Reflektorraum mit einer Flüssigkeit gefüllt werden, um Reflexionen an der Glasinnenseite zu unterbinden und die Lichtstrahlen
ungehindert nach außen dringen zu lassen.
Diese Entwicklungen und Versuche hat Aquasun bereits zu Zeiten gemacht, als andere Hersteller noch nicht einmal wussten, wie man ein
Blitzgerät richtig prüfen muss, um auf realistische Werte zu kommen. Insofern hat Aquasun Pionierarbeit geleistet, die heute noch auf vielen Gebieten maßgebend ist. In
einem Punkt, bei der Blitzfolgezeit, hat sich der Hersteller leider den Gepflogenheiten der Konkurrenz angepasst oder besser gesagt aus Wettbewerbsgründen anpassen
müssen. Wenn das Blitzbereitschaftssignal im Sucher bzw. am Blitz aufleuchtet, stehen erst 85% der effektiven Max-Leistung an. Man sollte also nicht vorschnell
abdrücken, sondern eventuell noch eine oder 2 Sekunden warten. Manche Konkurrenzprodukte lassen die Blitzbereitschaftslampe aber schon bei 70% der Max-Leistung
aufglühen, eindeutig zu früh.
Linientreue:
Die Gehäuse der Aquasun - Blitzgeräte vom Typ „compact-line“ und „Profi-line“
bestehen aus einer Alu -Legierung. Das Design kann als rustikal bezeichnet werden, liegt aber optisch nicht daneben. Rein äußerlich machen die Geräte einen robusten
und langlebigen Eindruck, sind es offensichtlich auch. Zwei Blitzsteckdosen von Typ Nikonos sind obligat, ebenso zwei rote Schalter. Einer für den Modus, der andere
für diverse Einstellungen. In Aquasun - Blitzgeräte können gleichzeitig zwei TTl - Steuerungen eingebaut werden. Die Kombination ist egal. Entweder Nikon und Minolta
oder Canon und Pentax, wie es beliebt. Innerhalb der „compact-line“ bewegen sich die Energieabgaben zwischen 100 Ws und 250 Ws. Die „Profi-line“ kommt auf
satte 400 Ws. Die Farbtemperatur liegt bei idealen 4700 K. Pilotlampe (ca.1,5 h), SOS-Schaltung, Akustik-Signal für korrekte Belichtung, Leckwarner und
Tiefentladeschutz sowie Sklavenblitz und fünf manuelle Blendenstufen vervollständigen die reichhaltige Ausstattung. Zum Lieferumfang eines jeden Aquasun - Blitzgerätes
gehört ein abnehmbares Spiralkabel mit Nikonos - Steckern und ein Microprozessor -gesteuertes Ladegerät für Pulsladung.Leistungsträger:
Für alle Aquasun -
Blitzgeräte gibt es zwei über ein Bajonett wechselbare, unterschiedliche Frontports. 75° Ausleuchtung bekommt man mit dem einfachen Domeglas; ein Wert, der sich
bestens für die Nah- und Makrofotografie eignet, zumal man bei diesem Ausleuchtwinkel auch eine um eine ganze Blende höhere Leitzahl als beim 98° abstrahlenden Port
mit eingebauter Streulinse bekommt. Diese als Frontglas ausgebildete Linse ist eine patentierte Gemeinschaftsentwicklung zwischen Aquasun und einer Universität, darf
also nicht nachgemacht werden. Nur mit dieser Streulinse ist es im Prinzip möglich, dass sich der Ausleuchtwinkel ohne fundamentale Reflektorveränderungen real in
Richtung 100° bewegt. Wenn man den von der Streulinse abgedeckten Reflektorraum zusätzlich mit einer Kühlflüssigkeit füllt (macht Aquasun aber nur auf Wunsch), steigt
der Ausleuchtwinkel dann sogar bis auf 110° an. Gemessen ohne Tricks an ebener Wand, wie es die DIN-Vorschrift 19011 für Überwasserblitzgeräte vorschreibt.Für
Expeditionsteilnehmer, Vielfotografen und im Falle schlechter Stromversorgung können einige der Blitzgeräte auch mit einem Wechselakku ausgerüstet werden. Eine
Displaybeleuchtung verhilft in Höhlen und in der Nacht zu irrtumsfreien Einstellungen. Neu ist die Verwendung von NiMH - Akkus, die keinen Memoryeffekt aufweisen.
Damit entfällt im Prinzip das Problem des zu frühen Ladens. Nachteilig ist allerdings die starke Selbstentladung der NiMH - Akkus. Vorsichtshalber sollte man sie alle
zwei Monate nachladen.
Aquasun - Blitzgerät „compact 1000“
Mit diesem Einsteigerblitz werden beispielsweise die Käufer
eines UW - Gehäuses der Fa. Balzer ausgestattet. Der „compact 1000“ besitzt eine effektive Energieabgabe am Kondensator von 100 Ws. Durch die Wechselports
ergeben sich damit unterschiedliche Leistungsdaten. Mit dem 75° - Port kommt der Blitz auf eine UW - Leitzahl von 11, die dann bei Verwendung des 98° - Ports auf ca. 7
zurückgeht. Für
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die angegebene Wattsekundenzahl geht das in Ordnung, jedoch kann man den „compact 1000“ nicht unbedingt mit der Superwide - Abstrahlungslinse empfehlen. Nah- und
Makroaufnahmen können dessen unbeschadet bei Verwendung eines ISO 100/21°-Filmes mit kleinen Blenden durchgeführt werden.Ausreichend ist die Blitzzahl bei voller
Energieabgabe. Sie beträgt bei neuwertigen Akkus ca. 180, was etwa fünf Filmrollen a 36 Bildern entspricht. Gespeist wird der Kondensator von acht NiMH - Akkus mit je 3 Ah. Die
Ladezeit beträgt bei leeren Zellen aus Sicherheitsgründen etwa10 h, weil der Blitz nicht geöffnet werden kann. Blitzfolgezeit ca. 1,5 s. In seinen geometrischen Abmaßen (260 mm
lang und 120 mm im Durchmesser) kann der Blitz uneingeschränkt als flugtauglich und handlich bezeichnet werden. Im Wasser hat der 2,3 Kg schwere „compact 1000“ knapp 200 g
Auftrieb, was ihn für Kameras bzw. UW - Gehäuse mit starkem Abtrieb interessant macht.Beachtung findet der „compact 1000“ nicht nur bei Einsteigern und
Gelegenheitsfotografen sondern zunehmend bei UW - Fotografen, die einen preiswerten Zweitblitz suchen und diesen mit dem TTL - Slave von Aquasun ohne Kabel als Aufheller verwenden
wollen. Preis ca.: € 870,-
Aquasun-Blitzgerät „compact 1500“
Er ist der meistverkaufte Aquasun - Blitz. Ausschlaggebend sind eine moderate
Preisgestaltung und ein Leistungsangebot, das auf die meisten Amateurfotografen wie ein Maßanzug zugeschnitten ist. In seinen Außenmaßen (L = 260 mm; D = 120 mm) ist er mit dem
„compact 1000“ identisch, aber im Inneren geht es etwas leistungsfreudiger zur Sache. Acht NiMH - Akkus mit je 3 Ah und ein stärkerer Wandler blasen den Kondensator so auf ,
dass seine Energieabgabe auf 150 Ws ansteigt und damit auch die UW - Leitzahlen in Abhängigkeit des Ausleuchtwinkels entsprechend zunehmen. Diese betragen nun bei einem Lichtweg
von 2 m mit dem 75° - Port und ISO 100/21° -Film immerhin schon 14 und bei einem Abstrahlwinkel von 98° erträgliche 10.Durch die stärkere Elektronik ist der „compact 1500“
um 100 g schwerer (2,4 Kg) geworden als der „compact 1000“. Der Auftrieb im Wasser beträgt deshalb auch nur noch minimale 100g. Die Blitzfolgezeit konnte auf 2 s gedrückt
werden. Erfreulich hoch ist die Blitzanzahl mit 150 Auslösungen bei Volllast.In einer Langausführung (320 mm) mit der Bezeichnung „compact 1501“ kann der Blitz auch mit
wechselbaren Akkus bestellt werden. Das mag für Weltreisende und Abenteurer von gewissem Interesse sein. Die Leistungsdaten bleiben gleich, aber das Blitzgerät wird schwerer,
wiegt dann an Land bereits 2800 g. Egalisiert wird die Gewichtszunahme im Wasser mit 200 g Auftrieb, bedingt durch das längere Gehäuse.
Preise: Kurzversion ca. € 996; Langversion ca € 1120,-
Aquasun-Blitzgerät „compact 2500“
Mit diesem Blitz geht es bereits ordentlich
zur Sache. Immerhin warten satte 250 Ws darauf, dass man sie abruft und ihre Energie zum Frontglas hinausfeuert. Mit dem 75° - Port zieht die Leitzahl nun auf erfreuliche 18,3
hoch. Montiert man die Speziallinse mit 98° - Abstrahlung beträgt die UW - Leitzahl immer noch 13. Ein sehr guter Wert, der bereits neue Wege in der Belichtung und Ausleuchtung
öffnet. Mit allerdings nur noch 120 Auslösungen - also knapp drei Filme a 36 Bilder - bei voller Last muss er der Leistungssteigerung Tribut zollen. Der „compact 2500“ kann
wegen seiner Leistung, seines Preises und wegen seiner Dimensionen nicht mehr als Einsteigerblitz fungieren. Geordert wird er in der Regel von Profis und anspruchsvollen
Amateuren. In der Grundversion ist er äußerlich mit den kleineren Amateurgeräten identisch. Viele Käufer ordern ihn aber mit der Wechselakku - Option. Diese nennt sich „compact
2501“. Mit einem Gewicht von 2900 g (Auftrieb im Wasser ca. 100 g) und einer Standardlänge von 320 mm gehört er dann bereits zur Gilde der waffenscheinpflichtigen
Blitzgeräte Seine Blitzfolgezeit beträgt bei voller Leistung in der Normalversion 3,5 s, in einer High – Speed - Ausführung (Bezeichnung Profi-line 25) nur noch unglaubliche
0,5 s. Dann sinkt auch die Ladezeit bei leeren Akkus auf kurze 1,5 h. Preise: Kurzversion ca. € 1140,-; Langversion ca. € 1275; Highspeedversion Profi - line 25:
ca. € 1299
Aquasun - Blitzgerät „Profi-line 40“
Er ist der absolute Leistungsträger in der compact - Klasse. Mit 400 Ws kratzt der Blitz am
oberen Leistungslevel, nur ganz wenige amphibische Konkurrenten sind überhaupt stärker. Was dieser Blitz macht, macht er gut und schnell. Acht NiMH - Akkus mit je 3 Ah versorgen
einen bärenstarken Wandler und einen Kondensator, der seine Energie wie ein feuerspeiender Drache abgibt. Die Blitzfolgezeit beträgt pfeilschnelle 0,8 s. Ohne Tadel sind die UW -
Leitzahlen, die beim 75° - Port starke 22 und beim 98° - Port immerhin noch 16 betragen. Damit setzt der Blitz seine Energie zumindest recht gut in abgegebene Leistungen
um.Prinzipiell kann auch der „Profi-line 40“ auch mit dem Kurzgehäuse (Lange 260 mm; Durchmesser 120 mm) bestellt werde, man sollte dabei aber bedenken, dass die Kapazität
wegen der hohen Leistungsabgabe nur für etwa 80 Bilder bei Volllast ausreicht. Also gerade mal etwas mehr als zwei Filme a 36 Bilder. Im TTL-Betrieb wird man aber wohl auf drei
Filme kommen, weil man die volle Leistung in der Praxis niemals so oft hintereinander abrufen wird. Trotzdem sollte man sich bei diesem Blitzgerät für die Langversion („Profi-line
401“ ø mit 320 mm Länge und 120 mm Durchmesser) entscheiden, die den Austausch der Akkus beinhaltet. Damit wird der Blitz expeditionstauglich, allerdings aber auch deutlich
schwerer (3300 g bei 200 g Abtrieb).Von seiner Substanz her gesehen ist der „Profi-line 40“ kein Amateurgerät mehr. Er spricht Globetrotter, Wettbewerbsfotografen und
professionell arbeitende UW - Fotografen an. Auch preislich stößt er in völlig andere Dimensionen vor.Preise: Kurzversion ca. € 1427; Langversion ca. € 1585;
Anfragen und Infos:Franz-Josef Günther, Im Birkerfeld 16, D-42899 Remscheid, Tel. + Fax 02191-53337
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